Den souveränen Auftakt machte die Germanistin Maike Rettmann mit ihrem analytischen Slam „Im ‚Zungengewahrsam‘ – und wie man sich daraus befreit. Wege zum Verständnis kreativer Metaphern“, gefolgt von Finn Dittmer zu „Taxifahr-Scheinen, Faculty Clubs und geisteswissenschaftlichen Igeln“, der dem Publikum das junge Fach Transkulturalität und dessen Vorzüge der interdisziplinären Perspektiven näherbrachte. Laura Hartmann-Wackers sensibilisierte mit philosophischen Sichtweisen für das scheinbare Dilemma des Privacy Paradox in „Geteilt, geliked und gut geschützt? Anmerkungen zum Privacy Paradox“. Mit dem provokanten Titel „Kultur für Alle – außer für Arme? Über Verwirklichungschancen kultureller Teilhabe“ überzeugte Christine Stender von den Möglichkeiten der Citizen Science und gab erste Umfrageergebnisse ihrer Forschung im Fach Kunstgeschichte bekannt.
Wie man im Alten Rom Senator wurde, ohne vorher Quaestor gewesen zu sein und wie sich das heutzutage erschließen lässt, erläuterte anschaulich Juniorprofessor der Geschichte Jan Kötter in „Viele Wege führen in den Senat – (un)klare Karrierewege im Alten Rom“. Im finalen Applaus-Stechen mit Christine Stender setzte sich die Anglistikstudierende Elena John mit ihrem feministischen Vortrag „Das Einzige, was durch mich hart wird, ist mein Leben – Weibliche Comedy und Selbstironie“ zur Auseinandersetzung mit den Vor- und Nachteilen der komödiantischen Selbstherabsetzung und der sozialen Verantwortung von weiblichen Comedians durch.
Unter furiosem Jubel und Getöse im Konfettiregen fand der Abend seinen verdienten Höhepunkt und der heiß begehrte Wanderpokal sein neues Zuhause im Institut für Anglistik.