Mitglieder des Hochschulrats
An der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf besteht der Hochschulrat aus acht Mitgliedern. Die aktuelle Amtszeit der Mitglieder startete im Dezember 2022 und beträgt fünf Jahre.
Externe Mitglieder:
Carola Gräfin von Schmettow (Vorsitzende), Dr. Karl Hans Arnold (stellv. Vorsitzender), Anne-Christin Frister, Prof. Dr. med. Dr. h. c. mult. Wolfgang Holzgreve, Prof. Dr. Elisabeth Knust und Dr. Wolfgang Rohe.
Interne Mitglieder:
Prof. Dr. Ricarda Bauschke-Hartung und Prof. Dr. Klaus Pfeffer.
Mitgliederübersicht
Carola Gräfin von Schmettow, geboren 1964, studierte Mathematik an der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf und Musik an der Robert-Schumann-Hochschule. Nach dem Studium begann sie bei HSBC im Kapitalmarktbereich und Asset Management und wurde 2004 Mitglied des Vorstands der Bank. Von 2015 bis 2021 war sie Sprecherin des Vorstands der HSBC Deutschland. Darüber hinaus war sie Mitglied des Vorstands und des Präsidiums des Bundesverbandes Deutscher Banken, stellvertretende Vorsitzende des Börsenrates der Frankfurter Wertpapierbörse sowie Vorsitzende des Börsenrats der Eurex Deutschland. Aufsichtsratsmandate hatte sie u.a. bei der ThyssenKrupp AG, dem BVV und der DBV Winterthur.
Sie ist Aufsichtsratsmitglied der HSBC Continental Europe und engagiert sich darüber hinaus im Kuratorium der ZEIT-Stiftung, der Fritz-Thyssen-Stiftung und als stellvertretende Vorsitzende in der Kaiserswerther Diakonie.
Dr. Karl Hans Arnold, geboren 1962, studierte Volks- und Betriebswirtschaftslehre an den Universitäten Nürnberg, Köln und München und promovierte zum Dr. phil. an der Ruhruniversität Bochum. Als Medienmanager begann er seine Laufbahn 1993 bei Gruner + Jahr International in Paris als Verlagsgeschäftsführer. 1999 wurde er Geschäftsführer und Herausgeber der Zeitschrift National Geographic France. 2002 bis Mitte 2011 war er Geschäftsführender Gesellschafter der Rheinisch-Bergischen Verlagsgesellschaft/Rheinische Post Mediengruppe, von Juli 2011 bis März 2018 Vorsitzender der Geschäftsführung des Unternehmens. Er war zudem von Dezember 2015 bis April 2019 Herausgeber der Tageszeitung Rheinische Post.
Prof. Dr. Ricarda Bauschke-Hartung, geboren 1966, studierte Germanistik und Romanistik in Berlin, wo sie 1995 mit einer Arbeit zu Walther von der Vogelweide promovierte. 2006 erhielt sie ihre Venia legendi im Fach Ältere deutsche Literatur und Sprache. Nach einer ersten Professur in Freiburg übernahm sie 2008 den Lehrstuhl für Ältere deutsche Literatur und Sprache an der HHU. Von 2012 bis 2014 war sie dort zudem Prorektorin für Studienqualität und Gleichstellung.
Anne-Christin Frister, geboren 1966, studierte Rechtswissenschaft. Sie ist Vorsitzende Richterin am Oberlandesgericht Düsseldorf und leitet dort den für Energiekartellsachen zuständigen 3. Kartellsenat.
1995 trat Anne-Christin Frister in den richterlichen Dienst des Landes Nordrhein-Westfalen ein und wurde 1999 zur Richterin am Landgericht ernannt. Sie war in Zivil- und Strafsachen tätig, bevor sie 2003 in einem Zivilsenat des Oberlandesgerichts Düsseldorf erprobt wurde. Anfang 2006 wurde Anne-Christin Frister zur Richterin am Oberlandesgericht ernannt. Bis Ende 2011 war sie als Mitglied des 2. Kartell- und Vergabesenats des Oberlandesgerichts Düsseldorf mit Kartell- und Vergabesachen befasst. Anfang 2012 wechselte sie in den für Energiekartellsachen zuständigen 3. Kartellsenat, der mit energiewirtschaftsrechtlichen Verfahren betreffend die Entscheidungen der Bundesnetzagentur im Strom- und Gasnetzbereich befasst ist.
Anne-Christin Frister ist stellvertretende Gleichstellungsbeauftragte des Oberlandesgerichts Düsseldorf und ist Mitglied des Beirats des Düsseldorfer Instituts für Energierecht (DIER) der HHU.
Wolfgang Holzgreve, geboren 1955, ist Vorsitzender des Aufsichtsrats des Universitätsklinikums Leipzig und Leiter des Healthcare Management Programms an der Universität St. Gallen.
Er studierte Genetik an der University of California Berkeley (Master of Science 1975) und Humanmedizin an der Universität Münster, wo er 1979 promoviert, 1986 habilitiert wurde und ab 1991 als Professor für Geburtshilfe und Gynäkologie tätig war.
Wolfgang Holzgreve war 14 Jahre lang Ordinarius und Departementsvorsteher der Frauenklinik des Universitätsspitals Basel in der Schweiz. Von 2012 bis 2024 war er Ärztlicher Direktor und Vorstandsvorsitzender am Universitätsklinikum Bonn.
Er war Vorstand in einer Vielzahl von Medizinisch-Wissenschaftlichen Vereinigungen und in Stiftungen. Zu seinen zahlreichen Auszeichnungen gehören „Manager des Jahres 2024“, das Bundesverdienstkreuz 1. Klasse und sieben Ehrendoktorwürden.
Prof. Dr. Elisabeth Knust, geboren 1951, studierte Biologie in Düsseldorf, wo sie auch im Jahr 1979 promovierte. Anschließend forschte sie in Erlangen-Nürnberg und dann in Köln, wo sie sich 1988 im Fach Entwicklungsbiologie habilitierte. Nach einem Forschungsaufenthalt als Heisenberg-Stipendiatin an der University of Colorado in Boulder wurde sie 1990 Professorin in Köln und wechselte 1996 auf eine Professur für Genetik an die HHU. Seit dem Jahr 2007 war sie bis zu ihrer Emeritierung 2019 Direktorin des Max-Planck-Instituts für Molekulare Zellbiologie und Genetik in Dresden. Prof. Knust ist unter anderem ordentliches Mitglied der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften, Mitglied der Deutschen Akademie der Naturforscher Leopoldina und seit Januar 2023 zudem Foreign Fellow der Indischen Nationalen Akademie der Wissenschaften (INSA).
Klaus Pfeffer, geboren 1962, ist Direktor des Instituts für Medizinische Mikrobiologie und Krankenhaushygiene an der HHU. Er studierte Humanmedizin an der Universität Ulm und wurde dort 1988 promoviert.
Nach seiner Promotion war er an Instituten für Medizinische Mikrobiologie an der Universität Ulm und der TU München tätig. Von 1991 bis 1993 war er als Research Fellow am Ontario Institute for Cancer Research in Toronto. 1996 habilitierte er sich für Medizinische Mikrobiologie und Immunologie an der TU München.
Klaus Pfeffer war von 1997 bis 2002 C3-Professor für Medizinische Mikrobiologie und Molekulare Infektionsimmunologie an der TU München, bevor er 2002 zum C4-Professor für Medizinische Mikrobiologie an der HHU berufen wurde. Von 2007 bis 2015 war er Sprecher der DFG- Forschungsgruppe 729 „Anti-infektiöse Effektorprogramme“. Seit 2024 leitet er die Manchot Graduiertenschule „Moleküle der Infektion“. Er ist Mitglied in verschiedenen Fachgesellschaften und Gremien und wurde 2004 mit dem Gottfried Wilhelm Leibniz-Preis der DFG ausgezeichnet.
Wolfgang Rohe, geboren 1960, war bis Ende 2025 Vorsitzender der Geschäftsführung der Stiftung Mercator.
Er studierte Germanistik, Katholische Theologie und Pädagogik an der Universität Münster und wurde dort 1990 promoviert.
Wolfgang Rohe hat zehn Jahre bei der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) in Bonn gearbeitet, zunächst – von 1992 bis 2000 – in der Abteilung für Sonderforschungsbereiche und im Anschluss als Leiter der Vorstandsgruppe. 2002 wechselte er als Leiter des Forschungsreferats in die Geschäftsstelle des Wissenschaftsrats und war dort ab 2005 zugleich stellvertretender Generalsekretär.
Er hat als Experte in zahlreichen Arbeitsgruppen und Jurys in der Wissenschaftspolitik und -förderung im In- und Ausland mitgewirkt und ist Mitglied u.a. in den Stiftungsräten des Naturkundemuseums Berlin und des Instituts für Weltwirtschaft Kiel sowie im Kuratorium des Wissenschaftszentrums Berlin (WZB).