Zum Inhalt springen Zur Suche springen

PCB-Transparenz an der HHU
Informationsveranstaltung und Präsentation zum PCB-Biomonitoring

Zunächst führte Prof. Dr. Thomas Kraus (Institut für Arbeitsmedizin und Sozialmedizin, RWTH Aachen), der die HHU in den arbeitsmedizinischen Fragen zum PCB berät, mit einer kurzen Präsentation in das Thema ein. Er zeigte, welche PCBs im Blut nachgewiesen werden können. Jeder Mensch nimmt täglich über die Nahrung (z.B. Eier oder fettes Fleisch) PCB auf. Je älter er ist, desto höher sind die darüber aufgenommenen PCB-Verbindungen 138, 153 und 180. Der Körper absorbiert zudem die Indikator-PCBs 28, 52 sowie 101 aus der Luft. Beim Blutmonitoring werden die Werte für PCB 28, 52, 101, 138, 153 sowie 180 gemessen. Die Frage, wann und ob eine zweite Kontrollmessung für Betroffene sinnvoll ist, beantwortete Prof. Dr. med. Kraus folgendermaßen: "Die Indikatoren-PCBs haben eine Halbwertszeit von circa drei Jahren. Das bedeutet, etwa drei Jahre nach Beendigung der Belastung haben sich die entsprechenden Indikatorwerte annähernd halbiert.“ Eine Kontrollmessung ist somit erst nach drei Jahren sinnvoll, insbesondere für Schwangere, Beschäftigte mit schweren chronischen, das Immunsystem schwächenden Erkrankungen, Beschäftigte, die sich gesundheitlich gefährdet fühlen oder ängstlich reagieren sowie Frauen im gebärfähigen Alter. Ein Beratungstermin für ein persönliches Gespräch kann jederzeit mit dem Betriebsärztlichen Dienst (betriebsarzt@med.uni-duesseldorf.de)vereinbart werden. Die Deutsche Forschungsgemeinschaft prüft regelmäßig den Grenzwert am Arbeitsplatz, dem ein gesunder Erwachsener 40 Stunden pro Woche ohne gesundheitliche Beeinträchtigungen ausgesetzt sein kann. Aktuell liegt er bei maximal 3000 ng / m³  für die Summe der Indikator-PCBs. Die letzten Kontrollmessungen im Sommer 2014 des BLB im 23er Gebäudebereich haben gezeigt, dass die Messergebnisse durch die vorgenommenen Sanierungsarbeiten nahezu alle – zum Teil deutlich – unterhalb dieses Interventionswertes liegen. Ziel ist, alle Beschäftigten und Studierenden im 23er Gebäudebereich bis Ende 2016 in Räumlichkeiten mit einer PCB-Belastung geringer als 300 ng / m³ unterzubringen. Im Anschluss der Präsentation nutzten die Teilnehmer ausgiebig die Möglichkeit mit den Arbeitsmedizinern Prof. Dr. Thomas Kraus sowie Dr. Jutta Christoph vom Betriebsärztlicher Dienst des Uniklinikum Düsseldorf, (individuelle) medizinische Aspekte von PCB zu erörtern. Für alle Fragen zum Thema PCB steht den Studierenden und Beschäftigten der HHU die Task Force „PCB-Transparenz“ über die Mailadresse pcb-transparent(at)hhu.de zur Verfügung. Studierende und Beschäftigte der Medizinischen Fakultät und des UKD wenden sich bei Fragen zu PCB an das Medizinische Dekanat über die Mailadresse med.dekanat(at)uni-duesseldorf.de . Die Präsentation von Prof. Dr. med. Thomas Krauss vom 17.06.2015 ist online abrufbar:  undefinedHumanbiomonitoring zur Objektivierung der inneren Belastung mit Polychlorierten Biphenylen


Autor/in: Carolin Grape
Kategorie/n: PCB, INTRANET News, Newsticker