Schutz und Zuwendung in Bronze gegossen: Zwischen Frauen- und Kinderklinik des Universitätsklinikums Düsseldorf befindet sich eine Skulpturengruppe der Bildhauerin Marianne Kiesselbach aus dem Jahr 1987. Die 1,60 Meter große Komposition ist eine liebevolle Hommage an das besondere Verhältnis zwischen Mutter und Kind.
Man blickt auf eine Frau, die mit angewinkelten Beinen mit einem Kleinkind im Schoß auf dem Boden sitzt. Leicht nach hinten gelehnt, stützt sie sich mit der rechten Hand ab, der linke Arm ruht auf ihrem linken Knie. Ihr Kopf ist ein wenig nach unten geneigt, sie schaut auf ihr Kind, welches sich Schutz suchend an ihren Körper schmiegt. Über den Schultern der Mutter liegt ein Tuch, das über den stützenden Arm fällt und den Blick auf den rechten Oberkörper zulässt. Das Kind lehnt sein Gesicht an die Mutterbrust und verschmilzt geradezu mit ihrem Körper. Mutter und Kind bilden so eine in sich ruhende Einheit - Sicherheit und Fürsorge gehen von ihr aus. Die warme, glatte Oberflächenstruktur der Skulptur unterstreicht das Gefühl der Geborgenheit. Thematisch hervorragend plaziert, spielt die Künstlerin hier auf Mutterliebe, Schutz und Zuwendung sowie ärztliche Fürsorge an, ohne die ein Kind nicht gedeihen kann.
Hintergrund
Die in Köln geborene Künstlerin Marianne Kiesselbach (1913 – 2005) begann erst nach einem Studium der Kunstgeschichte, Philosophie und Germanistik in den Sechzigerjahren ihre künstlerische Laufbahn. Sie hatte zu der Universität Düsseldorf eine enge Beziehung, da sie mit dem emeritierten Leiter des Anatomischen Instituts, Prof. Dr. D. Anton Kiesselbach verheiratet war. Zahlreiche Büsten entstanden für Professoren der Düsseldorfer Uniklinik sowie einige weitere Skulpturen für den Campus.