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HHU Intern Detail

Erasmus+ und weitere Entwicklungen
Die HHU wird noch internationaler

Bologna – das steht für strukturelle Veränderungen in der Hochschulwelt. Nachdem die Studiengänge vereinheitlicht sind, sollen nun Verwaltungsprozesse stärker aufeinander abgestimmt werden, und zwar unter dem Dach des Erasmus-Programms. Dies ist vor allem bekannt für die Förderung von studentischen Auslandsaufenthalten. Nun sind neben Studierenden, Erasmus-Beauftragten und dem International Office weitere Teile der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf eingebunden.

HHU-Luftbild Mai 2020 Zoom

Gut vernetzt und noch internationaler: Die Heinrich-Heine-Universität nutzt die neuen Möglichkeiten im Erasmus+-Programm. (Foto: HHU/Peter Sondermann)

Die Ziele der EU klingen weiter visionär: Beispielsweise sollen Studierende einen europaweit lesbaren Studierendenausweis (die European Student Card) erhalten, sich bald viel freier bewegen und einen europäischen Abschluss erwerben können. Die engere Zusammenarbeit erproben schon jetzt die „Europäischen Hochschulen“, auch dies als Teil von Erasmus. Prof. Dr. Stefan Marschall hat das Projekt UNIVERSEH eingeworben: „Hier kooperieren wir eng mit Universitäten in Frankreich, Schweden, Polen und Luxemburg, um ein gemeinsames Studienangebot zu gestalten. So entstehen im Arbeitspaket „Mehrsprachigkeit und Mobilität“ Konzepte für eine gelungene Auslandserfahrung und den gezielten Erwerb von Sprachkenntnissen“, erklärt der Prorektor für Internationales und Wissenschaftskommunikation.

Diese Entwicklungen werden zunächst im Sprachenzentrum spürbar werden. Auf dem Campus trifft man dann mehr Austauschstudierende aus den genannten Ländern. Und langfristig muss die Universität die erworbenen Leistungspunkte auch digital übermitteln.

Eine neue Erasmus-Generation
Seit über 33 Jahren gibt es das Erasmus-Programm. Über zehn Millionen Geförderte haben bisher am globalen Austausch teilgenommen. Alle sieben Jahre startet eine neue Erasmus-Generation (2021-2027). Gut 350 Erasmus-Partnerschaften pflegt die Heinrich-Heine-Universität mit 200 Hochschulen in Europa, die meisten in Frankreich, Italien, Spanien und Polen. Das Budget ist von 60.000 Euro im Jahr 2002 auf knapp 600.000 Euro im Jahr 2019 angestiegen. Jährlich kommen etwa 160 Studierende zu uns; 260 gehen mit Erasmus ins Ausland. Die Erasmus-Beauftragten in den Fächern tragen den Austausch inhaltlich, das International Office beantragt und vergibt die Mittel.

„In den kommenden sieben Jahren sollen noch mehr Personen erreicht werden. Menschen mit Behinderung und Studierende aus weniger auslandsmobilen Fächern werden wir noch gezielter ansprechen und noch stärker fördern“, sagt Dr. Anne Gellert, Leiterin des International Office. Das neue Erasmus ist umweltbewusst, d.h. Studierende, die mit einem nachhaltigen Verkehrsmittel anreisen, bekommen voraussichtlich 50 Euro extra, und zusätzliche Tage werden aufs Stipendium angerechnet.

Was ändert sich noch?
Alle erforderlichen Dokumente sollen langfristig digital erstellt, gezeichnet und übermittelt werden. Noch ist vieles unklar, doch arbeiten die Software-Firmen, deren Produkte die HHU nutzt, bereits seit Längerem an Lösungen. „Erasmus without Papers (EWP)“ zählt auch bei den Europäischen Universitäten. Sehr erfreulich ist sicherlich, dass Erasmus weiterhin erlaubt, Aufenthalte in Großbritannien zu fördern, auch nach dem Brexit. Und dass künftig ebenso Blended-Formate nutzbar sind, also die Kombination aus digitalen und Teilen in Präsenz, bietet spannende neue Möglichkeiten.

„Umfassend, grün und noch internationaler – so lassen sich die erfreulichen Entwicklungen zusammenfassen. Das International Office der HHU unterstützt nach wie vor interessierte Fächer und Studierende bei der Gestaltung ihrer Erasmus-Kooperationen“, so Anne Gellert.

Die wichtigsten Informationen

Autor/in: Redaktion/KK
Kategorie/n: INTRANET News, hhu-intern