Mitte Januar haben Sie alle Interessierten an der HHU zu einem Frühstück „WissKomm@FacultyClub“ eingeladen – was war das Ziel der Veranstaltung?
Als Bürgeruniversität hat sich die HHU schon vor einigen Jahren auf den Weg gemacht, den Austausch zwischen Wissenschaft und Gesellschaft zu stärken. Mittlerweile gibt es an der HHU etliche Menschen, die sich mit Wissenschaftskommunikation beschäftigen. Sie tauschen sich mit Akteuren und Einrichtungen außerhalb der Universität aus oder haben dies vor. Diese wollten wir in lockerer Atmosphäre zusammenbringen und noch besser vernetzen – um Erfahrungen und Best Practices auszutauschen, aber auch, um die Fallstricke und Grenzen von Wissenschaftskommunikation zu reflektieren. Es ist schließlich nicht ohne Risiko, wenn sich Forschende öffentlich in politische Diskussionen einbringen, wie wir während der Pandemie gesehen haben.
Wir waren erfreut, dass so viele Interessierte in den Faculty Club kamen. Prof. Dr. Jens Südekum vom DICE teilte seine Erfahrungen, die er als öffentlicher Experte und wissenschaftlicher Berater der Bundesregierung mit Medien und Politik gemacht hat. Seine Einblicke haben wir genutzt, um gemeinsam zu überlegen, welche Rahmenbedingungen und Unterstützung Forschende und Wissenschaftskommunikator:innen an der HHU benötigen, um politische Entscheider:innen, Kulturorganisationen, die Wirtschaftswelt oder die Bürgerschaft noch besser informieren zu können.
Wen kann man ansprechen, um diese Gruppen am besten zu erreichen?
Nicht jede:r Forschende will und muss all diese verschiedenen Zielgruppen ansprechen oder überhaupt Wissenschaftskommunikation betreiben; nicht jedes Thema eignet sich gleichermaßen dafür. Die Hochschulleitung möchte aber alle an der HHU unterstützen, die einen solchen Austausch anstreben, und hat dafür entsprechende Anlaufstellen: Die Stabsstelle Bürgeruniversität berät bei Formaten, die sich an die Bürgerschaft und die allgemeine Öffentlichkeit richten. Mit der Stabsstelle Presse und Kommunikation haben wir Fachleute im Haus, was die Ansprache von Medien betrifft. Und in meinem Ressort als Prorektor für Internationales und Wissenschaftskommunikation nehmen mein Team und ich Entscheidungsträger:innen in Politik und Wirtschaft in den Blick. Wir haben beispielsweise eine Kooperation mit dem Landtag aufgebaut.
Soll es das offene Frühstück regelmäßig geben?
Ja, wir planen, dieses etwa ein Mal pro Semester anzubieten. Dabei wollen wir Themen und Fragen aus der Praxis der Wissenschaftskommunikation aufgreifen und verschiedene – auch externe – Expert:innen als Interviewgäste einladen. Alle Forschenden, Wissenschaftsmanager:innen und -koordinator:innen sind herzlich eingeladen. Melden Sie sich bei Interesse gern bei Dr. Nadja Wilker.