"Unvorbereitetes Wegeilen bringt unglückliche Wiederkehr", meinte schon J. W. Goethe. Ein Motto, das durch den Gelbfieberfall Mitte dieses Jahres unterstrichen wurde. Jährlich verzeichnet die Statistik fast 1000 nach Deutschland importierte Malariafälle, die tatsächliche Fallzahl dürfte um mehr als das Doppelte höher sein. Infektiöse Durchfallerkrankungen bei Fernreisen sind häufig und können Schäden hervorrufen, die noch Jahre später wirken. Andere Erkrankungen, wie infektiöse Hepatiden und Geschlechtskrankheiten, einschließlich AIDS, werden nicht selten auf einer Reise erworben. Konsequenz: Das sich weiter ausbreitende "Global Village" konfrontiert die niedergelassenen Ärzte zunehmend mit tropenmedizinischen Fragestellungen.
Der "1. Nordrhein-Westfälische Tag der Reisemedizin" (Samstag, 6. November 1999) in der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf ist hier als Fortbildungsveranstaltung gedacht. Die wissenschaftliche Leitung liegt bei Prof. Dr. Dieter Häussinger, Direktor der Klinik für Gastroenterologie, Hepatologie und Infektionsmedizin, in der es auch eine Tropenmedizinische Ambulanz gibt. Themen der Veranstaltung in Hörsaal 13 A, MNR-Klinik (10 bis 15.45 Uhr) sind u.a.: "Durch Zecken übertragene Krankheiten", "Neue Impfstoffe in der Reisemedizin", "Durchfallerkrankungen bei Fernreisen", "Reisemedizinische Probleme bei HIV-Infizierten und Immunsupprimierten", "Malaria", "Reisemedizinische Probleme während der Schwangerschaft" und "Reisen im Alter".
Für weitere Informationen: Prof. Dr. D. Häussinger, Tel. 0211 - 81 - 1 75 69.
Fortbildung für Ärzte: 1. NRW-Tag der Reisemedizin
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