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1.Düsseldorfer Hypophysentag
150 Betroffene informierten sich

Das erste Düsseldorfer Patiententreffen für Hypophysen- und Nebennierenerkrankungen war ein voller Erfolg: Die Abteilung für Endokrinologie (Direktor: Prof. Werner Scherbaum) hatte dazu eingeladen und rund 150 Betroffene kamen.

Das erste Düsseldorfer Patiententreffen für Hypophysen- und Nebennierenerkrankungen war ein voller Erfolg: Die Abteilung für Endokrinologie (Direktor: Prof. Werner Scherbaum) hatte dazu eingeladen und rund 150 Betroffene kamen.

Über die Hormonausschüttung der Hypophyse werden die Schilddrüse, die Nebennieren, die Sexualorgane, das Körperwachstum im Kindes- und Jugendalter und der Wassergehalt des Körpers reguliert. Versagt das Organ, können die Folgen sein: Mangel an Schilddrüsenhormonen, Oestrogenmangel bei der Frau, ein Testosteronmangel beim Mann, eine ungenügende Produktion des lebenswichtigen Hormons Cortisol und ein Mangel des auch im Erwachsenenalter wichtigen Wachstumshormons.

Hormonproduzierende und hormoninaktive Hypophysenadenome (gutartige Tumore) sind die häufigsten Hypophysenerkrankungen. Erkrankungen der Nebenniere können ebenfalls mit einem Mangel oder Überschuß an Cortison oder männlichen Hormonen einhergehen.

Der leitende Oberarzt, Dr. Joachim Feldkamp gab eine Einführung zu den Erkrankungen und wies auf die neuen Möglichkeiten der Wachstumshormonbehandlung bei Erwachsenen hin. Diese führt zu einer Verbesserung der Fett/Muskelmasserelation, zu einer Senkung der Blutfette und zu einer verbesserten körperlichen Leistungsfähigkeit. Dr. Reinhard Santen informierte über die Notwendigkeit der Hormonersatzbehandlung mit Hydrocortison in einer auf die individuellen Bedürfnisse des Patienten abgestimmten Weise.

Die Notwendigkeit der Behandlung mit Sexualhormonen wurde durch Dr. Ursula Santen dargestellt, die insbesondere auf die neuen Möglichkeiten der Testosteron-Behandlung durch Pflaster-Präparate beim Mann hinwies. Den Einfluß der Hormone auf den Knochenstoffwechsel erläuterte Dr. Reimar Fritzen.

Anschließend wurde über viele Fragen diskutiert und die Patienten hatten Gelegenheit, ihre Probleme bei der Krankheitsbewältigung zu schildern. Von den Betroffenen wurde die Notwendigkeit geäußert, eine Selbsthilfegruppe zu gründen, um ihre Interessen besser vertreten zu können. Regelmäßige Informationsveranstaltungen, dann auch in Zusammenarbeit mit den Hausärzten, die häufig über die selteneren Hormonstörungen nicht ausreichend informiert sind, wurden geplant.

Autor/in: Bärbel Broer / Dr. Joachim Feldkamp
Kategorie/n: Pressemeldungen