Die Verteilung der in diesem Sommersemester abgeschlossenen Promotionen spiegelt die Vielfalt der Fakultät wider: Die Mehrheit der 151 Arbeiten, 121 an der Zahl, entfiel auf das Fach Humanmedizin (Dr. med.), zehn auf die Zahnmedizin (Dr. med. dent.), neun auf Public Health (Dr. PH) sowie elf auf den Bereich Medical Sciences (PhD und Dr. rer. med.).
Mit der Feier würdigte die Medizinische Fakultät nicht nur die wissenschaftlichen Leistungen ihrer Promovierten, sondern auch das Engagement der Betreuenden, Lehrenden und Mitarbeitenden, die diesen Erfolg möglich gemacht haben.
Im Mittelpunkt der Feierlichkeiten stand neben der Übergabe der Promotionsurkunden auch die Verleihung des diesjährigen Walter-Clawiter-Preises. Dieser wird jährlich vergeben, um besondere Leistungen auf dem Gebiet der Hypertonie-Forschung zu würdigen. Hypertonie, umgangssprachlich oft als Bluthochdruck bezeichnet, ist ein wichtiger Risikofaktor für verschiedene Herz-Kreislauf-Erkrankungen wie Schlaganfall, Herzinsuffizienz oder Nierenversagen. Allein in Deutschland sind laut der Hochdruckliga etwa 20 Millionen Menschen im Alter von 30 bis 79 Jahren betroffen. Die Häufigkeit und die schwerwiegenden Folgen der Hypertonie sind ein wichtiger Grund für die Relevanz der Forschung, die mit der Verleihung des Walter-Clawiter-Preises geehrt wird.
In diesem Jahr erhalten die Auszeichnung Dr. Sven Baasen und Dr. Manuel Stern (beide Klinik für Kardiologie, Pneumologie und Angiologie). Die beiden Wissenschaftler wurden für ihre herausragende Arbeit „Endovascular Treatment of Flow-Limiting Iliofemoral Stenosis Improves Left Ventricular Diastolic Function in Patients with HFpEF by Reducing Aortic Pulsatile Load“ ausgezeichnet. In dieser Arbeit konnten sie zeigen, dass eine interventionelle endovaskuläre Therapie der von verengten Blutgefäßen (periphere Stenose) bei Patientinnen und Patienten mit einer bestimmten Form der Herzinsuffizienz (HFpEF) und einer peripheren arteriellen Verschlusskrankheit (pAVK) weitreichende positive Folgen hat. Der Eingriff führte etwa zu einer Senkung des Blutdrucks und einer Erholung der gesamten Gefäßfunktion. Die interventionelle Therapie der peripheren Stenose führte zu einer Verringerung der Atemnot sowie zu einer Verbesserung der Gehstrecke und der Lebensqualität der Patient:innen. Die Ergebnisse dieser Studie wurden im September 2024 im renommierten Journal Circulation: Heart Failure veröffentlicht.
Der mit 5.000 Euro dotierte Walter-Clawiter-Preis wird jährlich von der Heinrich-Heine-Universität mit Mitteln aus der gleichnamigen Stiftung vergeben. Er würdigt wissenschaftliche Leistungen auf dem Gebiet der Hypertonieforschung und will dazu beitragen, innovative Ansätze in der Herz-Kreislauf-Medizin zu fördern.