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Jahresveranstaltung der Freundesgesellschaft
2,8 Millionen DM für die Universität

Stolze Bilanz bei der Jahresversammlung der Freundesgesellschaft der Universität am 20. November: 1996 konnten 2,8 Mio. DM für die Unterstützung von Lehre und Forschung zur Verfügung gestellt werden. Außerdem wurden zwei hochdotierte Preise verliehen.

1996 konnte die Gesellschaft von Freunden und Förderern der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf (GFFU) deutlich mehr als 2,8 Mio. DM für die Unterstützung von Forschung und Lehre zur Verfügung stellen. Das teilte der Präsident der Vereinigung, Rolf Schwarz-Schütte, auf der Jahresveranstaltung seiner Vereinigung am 20. November im Industrie-Club Düsseldorf mit. Die Mittel seien aus den Vermögenserträgen der GFFU und der von ihr verwalteten Stiftungen (1996 acht Stiftungen, inzwischen neun), aus Spenden sowie aus Mitgliedsbeiträgen geflossen.

Neben den Ausgaben für Forschungsprojekte, Anschaffung von Geräten, Lehrveranstaltungen und die Pflege internationaler wissenschaftlicher Kontakte habe die Gesellschaft auch erhebliche Rücklagen gebildet, die man in Kürze einsetzen möchte, um der Heinrich-Heine-Universität bei der Übernahme von Schloß Mickeln als wissenschaftliche Tagungs- und Begegnungsstätte zu helfen. Wie Schwarz-Schütte betonte, geschehe die Fördertätigkeit der GFFU mit einem Minimum an Kosten und bürokratischem Aufwand.

Im Rahmen der Jahresveranstaltung wurden auch zwei wissenschaftliche Preise verliehen. Den mit 20.00 DM ausgestatteten "Preis der Gesellschaft von Freunden und Förderern" erhielt Privatdozent Dr. med. Georg Auberger für seine Habilitationsschrift "Molekulare Pathogeneseforschung durch positionelle Klonierung bei Nervenkrankheiten". Der Preisträger, ein gebürtiger Düsseldorfer, ist Leiter der Molekular-Neurogenetischen Forschungsgruppe an der Neurologischen Klinik der Heinrich-Heine-Universität und zur Zeit mit einem Stipendium der Deutschen Forschungsgemeinschaft in den USA tätig.

Der mit 25.000 DM dotierte "Reinhard-Heynen- und Emmi-Heynen-Preis" wurde Privatdozent Dr. rer. nat. Jürgen Köhler für seine Habilitationsschrift "Magnetic Resonance of a Single Molecular Spin" zuerkannt. Nach dem Studium der Physik, der Promotion und der Habilitation an der Heinrich-Heine-Universität führte ihn die weitere wissenschaftliche Laufbahn an die niederländische Universität Leiden, wo er derzeit wirkt.

Großes Interesse bei den zahlreichen Zuhörern fand die Festrede von Prof. Dr. Winfried Hamel, Dekan der Wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät der Düsseldorfer Universität, der zum Thema "Strukturwandel des Wirtschaftens - Effekte auf Gewinne und Arbeitsmarkt" sprach. Er stellte fest, daß Unternehmensgewinne einerseits und Arbeitsmarkt andererseits dramatisch auseinanderliefen. Zu den Gründen zählt nach seiner Meinung eine allgemeine Verhaltensänderung, die sich aufgrund des globalen Wettbewerbs herausgebildet habe. Auf allen Führungsebenen seien Effizienz-gesichtspunkte in den Vordergrund gerückt, während soziale, gesellschaftliche und andere Kriterien heute einen geringeren Stellenwert hätten. Ein Ausweg aus der gegenwärtigen Krise sei nur durch einen tiefgreifenden Umdenkprozeß aller Beteiligten möglich - der Unternehmen, der Belegschaften, der Sozialpartner und des Staates.

In der vorangegangenen Mitgliederversammlung wurde Rolf Schwarz-Schütte in seinem Amt als Präsident bestätigt. Ebenfalls wiedergewählt wurden folgende Vorstandsmitglieder, deren Amtszeit abgelaufen war: Bernd Hebbering, Prof. Dr. Georg Strohmeyer und Prof. Dr. H. Jörg Thieme.

Kategorie/n: Pressemeldungen