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Symposium des Düsseldorfer Herzzentrums
'Aktuelle Kardiologie'

Herz- und Kreislauferkrankungen sind Volkskrankheiten. Eine Informationsveranstaltung des Herzzentrums Düsseldorf am 21. Januar stellt neueste Forschungs- und Therapieergebnisse vor.

"Aktuelle Kardiologie", so lautet der Titel einer Informationsveranstaltung am 21. Januar 1998 (18.00 Uhr, Düsseldorf Hilton), die sich mit besonderen Problemen der Herz- und Kreislauferkrankungen befaßt. Organisiert wird das Symposium, zu dem über 300 Mediziner aus ganz Nordrhein-Westfalen erwartet werden, von Prof. Dr. Bodo-Eckehard Strauer, Direktor der Klinik für Kardiologie, Pneumologie und Angiologie der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf. Im Vordergrund stehen die Volkskrankheiten Bluthochdruck, Herzkranzgefäßdurchblutungsstörungen (Angina pectoris, Herzinfarkt), Herzmuskelentzündungen und der plötzliche Herztod. Neben der Präsentation von weltweit akzeptierten Daten werden die neuesten Resultate aus der Düsseldorfer Universitätsklinik vorgestellt.

Bei Hochdruckpatienten kommt es bereits im Frühstadium zum Sauerstoffmangel sowie zum vermehrten Auftreten von Herzrhythmusstörungen. Hier gibt es jetzt neue medikamentöse Therapieverfahren (u.a. ACE-Hemmer), die eine Rückbildung dieser Veränderungen erreichen lassen.

Ein zweites Therapieverfahren, die Ballondidlatation und verwandte Techniken (Stent, Laser etc.), haben sich seit 10 Jahren bei bisher über 12.000 Patienten im Düsseldorfer Herzzentrum erfolgreich einsetzen lassen. Die Analyse dieser Daten zeigt, daß die Erfolgsrate im Universitätsklinikum auf nahezu 98% gesteigert wurde und die Reduktion an bedrohlichen Komplikationen drastisch sank. Hinzu kommt, daß in Düsseldorf ein Therapieverfahren entwickelt wurde, das durch Anreicherung von Herzmetaboliten (Adenosin), also biochemischen Markern, zu einer erheblich verlängerten Aufweitungszeit des verengten Herzkranzgefäßes führt.

Auch die Erkennung und Behandlung der Herzmuskelentzündung ist in Düsseldorf erheblich weiterentwickelt worden. Durch feinste Aufarbeitung von Gewebsproben (Myokardbiopsien) konnte hier eine umfassende Datenbank für Behandlungsentscheidungen aufgebaut werden.

Der plötzliche Herztod, der bei Herzkranzgefäßerkrankungen wie auch bei Hochdruck und Herzmuskelentzündungen besonders häufig auftritt, wird derzeit neben medikamentösen Maßnahmen und Therapien mit speziellen Schrittmachersysteme erfolgreich behandelt. So konnte hier die Überlebenszeit um bis zu 5 Jahre gesteigert werden.

Berichte über die Entwicklung von Arteriosklerose durch Bakterien und Viren sind derzeit nicht einheitlich bestätigt. Allerdings spricht einiges dafür, daß auch der Herzinfarkt durch Infekte und eine nachfolgende Herzkranzgefäßerkrankung ausgelöst wird. Bei der Veranstaltung kommen hier neueste Daten zur Sprache.

Für weitere Informationen: Prof. Dr. Bodo-Eckehard Strauer, Klinik für Kardiologie, Pneumologie und Angiologie, Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf, Tel. 0211/81-18801.

Kategorie/n: Pressemeldungen