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Senkrechtstart im Völkerrechtswettbewerb
Auftritt vor Internationalem Gerichtshof

Einmal vor dem Internationalen Gerichtshof in Den Haag auftreten - dieser Wunsch eines jeden Völkerrechtlers wird für das Team der Juristischen Fakultät der Heinrich-Heine-Universität (fast) wahr.

Einmal vor dem Internationalen Gerichtshof in Den Haag auftreten - dieser Wunsch eines jeden Völkerrechtlers wird für das Team der Juristischen Fakultät der Heinrich-Heine-Universität (fast) wahr. In der nationalen Vorrunde des Gerichtsspielwettbewerbs "Telders International Law Moot Court" siegte das Team in einem knappen Kopf-an-Kopf-Rennen über die Mannschaft der Universität Gießen und wird nun in der internationalen Runde Deutschland repräsentieren.

Seit Beginn des Wintersemesters hatten sich Nicola Gassen, Astrid Gröne, Nikolaj Gube und Hans Kruel intensiv mit den komplizierten völkerrechtlichen Fragen in dem fiktiven Streit zwischen dem Industriestaat Perta und dem Entwicklungsland Kendal befaßt und sogar ihre Weihnachtsferien geopfert, um die Schriftsätze für beide Seiten in englischer Sprache abzufassen. Unterstützt wurden sie dabei von Petra Nilgen und Wiss. Ass. Beate Rudolf vom Lehrstuhl für Völkerrecht. Drei Wochen lang wurde sodann in täglichen Proben der Auftritt vor Gericht vorbereitet. Hieß es doch, nicht nur sein Plädoyer auf Englisch zu halten, sondern auch, auf alle Arten von Fragen der Richter vorbereitet zu sein.

Als Lohn der Mühe winkt nun ein viertägiger Aufenthalt in Den Haag, wo das Düsseldorfer Team auf Universitätsmannschaften aus 23 anderen europäischen Staaten stößt. Die beiden besten Teams werden dann das Finale im ehrwürdigen Friedenspalast vor Richtern des Internationalen Gerichtshofs austragen.

Besonders stolz auf den Düsseldorfer Sieg ist Professor Dr. Dr. Juliane Kokott, Inhaberin des Lehrstuhls für deutsches und ausländisches öffentliches Recht, Völkerrecht und Europarecht, die wegen der herausragenden pädagogischen Bedeutung derartiger Wettbewerbe - Förderung der Sprachkenntnisse und Einübung der Fallbearbeitung aus anwaltlicher Perspektive - nachhaltig für die Teilnahme geworben hat: "Daß unsere Studierenden gleich beim ersten Mal in der nationalen Vorrunde siegen, ist ein schöner Erfolg, der auf ihr erfreuliches Engagement, die guten Arbeitsbedingungen und den engen Austausch zwischen Lernenden und Lehrenden an der Fakultät zurückzuführen ist. Dank schulden wir auch der Paul-Mikat-Stiftung, ohne deren finanzielle Förderung eine Teilnahme nicht möglich gewesen wäre."

Autor/in: Beate Rudolf/Bärbel Broer
Kategorie/n: Pressemeldungen