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Ausstellung nur noch bis 10. Juli:
Der Friede von 'Versailles'

Die Ausstellung von zeitgenössischen Plakaten, Flugschriften und Buchdokumenten zum Thema "Versailles" besteht aus Dokumenten der Universitäts- und Landesbibliothek Düsseldorf sowie der Bibliothek für Zeitgeschichte in Stuttgart. Sie stammen aus dem Zeitraum von 1919 bis 1931.

Die Ausstellung von zeitgenössischen Plakaten, Flugschriften und Buchdokumenten zum Thema "Versailles" besteht aus Dokumenten der Universitäts- und Landesbibliothek Düsseldorf sowie der Bibliothek für Zeitgeschichte in Stuttgart, die von deren Archivarin, Irina Renz, zusammengestellt wurden. Die Plakate und Schriften im Foyer der ULB stammen aus dem Zeitraum 1919 bis 1931 und zeigen eindringlich das Maß an Erregung, das in der Bevölkerung offensichtlich so stark war, daß es immer wieder aufs neue parteipolitisch instrumentalisiert werden konnte.

Wie man an den ausgestellten Beispielen sehen kann, steht "Versailles" im Jahrzehnt nach Gründung der Weimarer Republik für nahezu alle politischen und ökonomischen Mißstände. Gegen "Versailles" protestierte vor allem die organisierte Rechte - nicht zuletzt deren radikale Splittergruppen wie die NSDAP-, deren Druckwerke hier dementsprechend deutlich überwiegen. Die Linke war zwar auch empört über den "Schandfrieden"; auf ihr lastete aber die Tatsache, daß sie hierzu im Juni 1919 zugestimmt hatte, sowie der Vorwurf, daß die "Novemberrevolution" und die Republik selber Deutschland den "Dolchstoß" versetzt hätten.

Bei aller Empörung ist deutlich: So stark war die allgemeine - und zum Teil äußerst selbstgerechte - Empörung der deutschen Öffentlichkeit über diesen Frieden, daß weder von rechts noch von links ein Wort verloren wurde über die Tatsache, daß ja die Reparationen zum guten Teil dazu dienen sollten, die Schäden "wiedergutzumachen", die deutschen Truppen durch Krieg und Besatzung in Frankreich angerichtet hatten.

Kategorie/n: Pressemeldungen