Ausstellungskataloge, Poster, Souvenirs: Museumsshops und -läden sind heute auch in Deutschland aus vielen Museen kaum noch wegzudenken. Je nach den rechtlichen Rahmenbedingungen, in die der Museumsbetrieb eingebunden ist, wurden die angegliederten Läden auch zu nicht unerheblichen Einnahmequellen.
Recht lange gab es jedoch Kritik: von der "Infiltrierung" der Kulturinstitution Museum durch kommerzielle Gier war die Rede. Negative Imageeffekte ("schleichende Kommerzialisierung") oder Zweifel an der Integrität des Museums als Non-Profit-Organisation sind heute jedoch allenfalls noch bei einigen Museumsfachleuten festzustellen. Besucher der Museen stehen diesen Angeboten offen gegenüber und sehen den Shop als willkommene Ergänzung im Gesamterlebnis "Museum".
Zu diesen Ergebnissen kommt eine empirische Untersuchung, die der Lehrstuhl für Marketing , Wirtschaftswissenschaftliche Fakultät der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf ( Prof. Dr. Bernd Günter ), in Kooperation mit dem Rheinischen Freilichtmuseum und Landesmuseum in Kommern durchgeführt hat.
Besucher- und Kundenbefragungen im Museumsbereich sind bisher wenig verbreitet, eine spezielle Studie zu Museumsshops in der deutschsprachigen Museumslandschaft ist bisher einzigartig. Die vom Düsseldorfer Lehrstuhl für Marketing konzipierte und begleitete Untersuchung ist eingebettet in eine Reihe von Analysen im Bereich des Museumsmarketing, die jetzt unter dem Titel "Besucherforschung und Museumspraxis" (Schriften des Rheinischen Freilichtmuseums Nr. 57) veröffentlicht wurden. Die Untersuchung führten Sabrina Helm und Susanne Klar durch.
Für weitere Informationen: Dipl.-Kff. Sabrina Helm, Lehrstuhl für Marketing, Tel. 0211-81-11349.
Marketing Deutsche Pilotstudie über Museumsshops
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