"Die Fabeln des Aesop" lautet eine Ausstellung in der Universitäts- und Landesbibliothek Düsseldorf. Aesop soll im 6. Jahrhundert v. Chr. als Sklave in Kleinasien gelebt haben. Sein Herr schenkte ihm schließlich die Freiheit, nachdem er erkannt hatte, daß ihm sein Sklave an Scharfsinn und Geist überlegen war. Danach soll Aesop seinen Lebensunterhalt durch kluge Ratschläge an die Mächtigen und als Erzähler nachdenklicher Fabeln bestritten haben.
Die ihm zugeschriebenen Märchen und Anekdoten sind Grundlage aller Fabelsammlungen, die die allzu menschlichen Eigenschaften und Verhaltensmuster entlarven: Die Fabel diente vor allem als Ventil für den Kleinen Mann, da sie es ihm erlaubte, den Mächtigen einen Spiegel ihrer Boshaftigkeit und Ungerechtigkeit vorzuhalten, ohne befürchten zu müssen, gleich mit drakonischen Strafen mundtot gemacht zu werden.
Die Aesop-Fabeln erlebten auf ihrem langen Weg von der Entstehungszeit im 6. Jahrhundert bis heute vielfache Bereicherungen, Umdichtungen und Verwandlungen. Martin Luther, La Fontaine oder Gotthold Ephraim Lessing machten die Fabel zu einem literarischen Begriff, der auch heute noch nichts von seiner Aussagekraft verloren hat.
Die Universitäts- und Landesbibliothek der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf zeigt bis zum 2. Mai 1998 in vielen Einzelbildern eine Faksimile-Ausgabe des berühmten "Ulmer Aesop" von 1476, die von der Edition Libri Illustri in Ludwigsburg verlegt und freundlicherweise zur Verfügung gestellt wurde.
Die Ausstellung wird ergänzt durch spätere Ausgaben des Aesop aus eigenen Beständen sowie durch illustrierte Bücher und Kinderbücher als Leihgaben der Arbeitsstelle Reineke Fuchs im Goethe-Museum Düsseldorf und eines Privatsammlers.
Die Ausstellung "Die Fabeln des Aesop" ist montags bis freitags von 9 bis 20 Uhr, sonnabends von 9 bis 13 Uhr geöffnet.
Universitäts- und Landesbibliothek zeigt: 'Die Fabeln des Aesop'
Kategorie/n:
Pressemeldungen