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Ostasien - Institut
Diplom mit 71 Jahren

Einen Tag vor seinem 71. Geburtstag war es soweit: Dr.Euung-Pyo Hong bestand seine letzte mündliche Prüfung. Jetzt darf er den Titel "Diplom-Regionalwissenschaftler, Bereich Modernes China" führen. Vier Semester lang studierte er am Ostasien-Institut der Heinrich-Heine-Universität, unterbrochen von einem Arbeitsaufenthalt am deutsch-chinesischen Krankenhaus in Peking.

Einen Tag vor seinem 71. Geburtstag war es soweit: Dr.Euung-Pyo Hong bestand seine letzte mündliche Prüfung. Jetzt darf er den Titel "Diplom-Regionalwissenschaftler, Bereich Modernes China" führen. Vier Semester lang studierte er am Ostasien-Institut der Heinrich-Heine-Universität, unterbrochen von einem Arbeitsaufenthalt am deutsch-chinesischen Krankenhaus in Peking. Denn Dr.Euung-Pyo Hong ist Arzt. Seit 1961 lebt er in Deutschland, in Heidelberg hat er studiert und promoviert, in Nordhorn später eine Praxis gehabt. Nach Deutschland kam der in Seoul/Südkorea Geborene, weil, wie er sagt, "zu meiner Zeit die deutsche Medizin in Asien einen sehr guten Ruf besaß." Nachdem er sich in den Ruhestand zurückgezogen hatte, wechselten Dr. Hong und seine Ehefrau nach Düsseldorf, u.a. wegen des vielfältigen kulturellen Angebotes und der großen asiatischen "Community" in der Stadt. "Aber dann bin ich nach einem Jahr doch sehr unruhig geworden", erinnert sich Dr. Hong. Das Nichtstun schmeckte ihm gar nicht. So entdeckte er das Ostasien-Institut und schrieb sich noch einmal an einer Universität ein. "Ich wollte wissen, ob mein Geist für so ein Studium noch fähig ist." Seine Diplomarbeit hat die Ereignisse vom Platz des Himmlischen Friedens zum Thema, "50 Tage Demokratie und ihr tragisches Ende". Dr. Hong war zu dieser Zeit gerade in Peking und wurde zum Augenzeugen der Politik.

Kategorie/n: Pressemeldungen