Ob Leber, Niere oder Herz - Transplantationen sind mittlerweile Routineverfahren. Die Ergebnisse können sich sehen lassen: Fünf Jahre nach der Operation funktionieren 85 Prozent aller Organe, Abstoßungsreaktionen werden immer seltener.
Ein Jahr nach Verabschiedung des Transplantationsgesetzes hat sich speziell im Bereich der Nierentransplantation einiges verändert. So können seitdem nicht nur verwandte, sondern auch nichtverwandte Lebendspender - also Ehe- bzw. Lebenspartner - ihr Organ spenden. "In der Vergangenheit war es Bedingung, daß Spender und Empfänger verwandt sind", erklärte Oberarzt Dr. Peter Heering im Rahmen einer Pressekonferenz anläßlich der 171. Tagung der Rheinisch-Westfälischen Gesellschaft für Innere Medizin, die vom 27. bis 28. November 1998 in der Heinrich-Heine-Universität stattfindet. "Jetzt können auch Ehepartner oder Lebensgefährten ihre Niere spenden", so Prof. Heering weiter.
Allein 1998 wurden 15 Nieren an der Heinrich-Heine-Universität transplantiert. Mit Erfolg: "Wir haben Super-Ergebnisse bei der Verträglichkeit", so Prof. Heering. Abstoßungsreaktionen gäbe es kaum noch, sagte Prof. Dr. Bernd Grabensee, Tagungspräsident und Direktor der Klinik für Nephrologie und Rheumatologie. "Denn zahlreiche neue immunsuppressive Medikamente verhindern die Abstoßung des fremden Organs", so Prof. Grabensee.
Ein weiteres Schwerpunktthema bei dem Kongreß sind die Notfälle in der Inneren Medizin. "Bei dem Begriff Notfall denken die meisten Menschen an Unfälle. Dabei betrifft das nur maximal 30 Prozent dieser Patienten", erklärt Prof. Grabensee. "70 bis 80 Prozent aller Notfälle liegen im Bereich der Inneren Medizin: Herzrhythmusstörungen, Herzinfarkt, Lungenentzündung, Schlaganfall oder Bluthochdruckkrise sind die häufigsten Erkrankungen bei Patienten, die als Notfälle in die Kliniken eingeliefert werden.
Programm
Internisten-Kongreß Ein Thema: Transplantationen
Kategorie/n:
Pressemeldungen