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Forschungstag
Ein vielgestaltiger, aber unbekannter Nachbar? Die Rezeption belgischer Literaturen im deutschen Kontext

Am Freitag, 17. November 2023, findet im Haus der Universität ein Forschungstag zur belgischen Literatur statt. Neben wissenschaftlichen Vorträgen gibt es am Abend eine Lesung des belgischen Autors Fikry El Azzouzi und seines Übersetzers Ilja Braun.

Wie gut kennen wir eigentlich Belgien – ein Land, mit dem uns immerhin eine Staatsgrenze verbindet? Nicht besonders gut, so zeigen entsprechende Studien. Auch werden belgische Autoren und Autorinnen wie Amélie Nothomb oder Georges Simenon gern Frankreich zugeordnet. Belgien bietet als mehrsprachiges Land eine Fülle schriftstellerischer Werke in den Sprachen Französisch und Niederländisch sowie auch Deutsch, die teils nicht den Weg nach Deutschland finden. Eine wichtige Rolle für die Rezeption belgischer Literaturen im deutschen Kontext spielen zudem kulturelle und historische Verflechtungen zwischen den beiden Nachbarländern. Hier setzt der Forschungstag an und untersucht die Funktionsweisen belgisch-​deutscher Kulturkontakte anhand des Mediums der literarischen Übersetzung unter Einbeziehung der verschiedenen belgischen Ausgangssprachen.

Beim Forschungstag sprechen Forschende und Übersetzende aus Belgien und Deutschland darüber, wie die Literaturen aus dem frankophonen, flämischen und deutschsprachigen Belgien in Deutschland wahrgenommen werden. Der erste Teil ist der wissenschaftlichen Expertise gewidmet und fokussiert Momente der literarischen Begegnung von Bestandsaufnahmen über Fallstudien. Daran anschließend findet ein Übersetzungsworkshop mit der Übersetzerin Bettina Bach statt und schließlich eine literarische Lesung und Diskussion mit dem flämischen Autor Fikry El Azzouzi und seinem Übersetzer Ilja Braun​. Die Programmpunkte können auch einzeln besucht werden, gerade die Lesung richtet sich an ein breiteres, literaturinteressiertes Publikum.

Der Forschungstag richtet sich allgemein an alle, die sich für Übersetzungsprozesse als Verbindung und Austausch über die Grenzen von Kulturen und Räumen hinweg interessieren. Neben der Wissenschaft sollen beispielsweise auch die Diplomatie, die allgemeine Öffentlichkeit, Lehrende, Schülerinnen und Schüler etc. angesprochen werden. Es geht um eine Sensibilisierung für das Übersetzen aus mehrsprachigen Kontexten – etwa auch bei Berufsübersetzer und anderen Vertreterinnen des literarischen Feldes. Bis auf den Plenarvortrag in englischer Sprache findet die Veranstaltung auf Deutsch statt.

Der Forschungstag ist eine Veranstaltung des Centre for Translation Studies der Heinrich-​Heine-Universität Düsseldorf (HHU) in Kooperation mit der Vrije Universiteit Brussel (VUB). Alle Veranstaltungsteile finden im Haus der Universität statt.

Um Anmeldung per E-​Mail wird gebeten an belgische_lit(at)hhu.de.

Die Veranstaltung wird gefördert von der Gesellschaft von Freunden und Förderern der HHUD und der Vrije Universiteit Brussel.

Organisation:

Dr. Anja van de Pol-​Tegge (VUB), apl. Prof. Dr. Vera Elisabeth Gerling (HHU) und Prof. Dr. Arvi Sepp (VUB)

Das detaillierte Programm und weitere Informationen gibt es unter: https://www.ctsdus.hhu.de/forschungstag-rezeption-belgischer-literaturen.

 

 

Autor/in: Redaktion
Kategorie/n: Schlagzeilen, Pressemeldungen