Seit 2020 fördert das Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen mit dem Programm „Forschungsvolontariat Kunstmuseen NRW“ in zwei Förderphasen (2020 – 2022 und 2023 – 2024) über 50 Nachwuchswissenschaftler*innen in insgesamt 38 Kunstmuseen in Nordrhein-Westfalen. Zusätzlich zu dem bestehenden Schwerpunkt „Sammlungsforschung“ der ersten Förderphase wurde mit „Bildung und Vermittlung, Teilhabe, Diversität und Inklusion“ für die zweite Förderphase ein weiterer Fokus in den Blick genommen. Diese Erweiterung des Programms hat eine neue Sensibilität für museale Querschnittsthemen geschaffen und Forschungsfragen im Bereich des Audience Development, Outreach, Nachhaltigkeit und vielem mehr initiiert.
Ina Brandes, Ministerin für Kultur und Wissenschaft: „Danke für Ihre großartige Arbeit! Sie tragen mit Ihren Projekten dazu bei, unsere vielen tollen Museen in NRW noch zugänglicher und vielfältiger zu machen.“
Anders als bei regulären Volontariaten erarbeiten Forschungsvolontierende in Zusammenarbeit mit Hochschulen in Nordrhein-Westfalen ein eigenständiges Forschungsprojekt im Museum. Über die allgemeine Ausbildung in den kulturellen Institutionen hinaus erhalten sie damit die Möglichkeit, sich früh als Wissenschaftler in der Praxis zu erproben. Die aktuellen Volontierenden kooperierten in ihren Projekten unter anderem mit der Fachhochschule Aachen, Universität Bielefeld, Ruhr-Universität Bochum, Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn, Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf, Universität zu Köln, Universität Münster, Hochschule Rhein-Waal und Universität Siegen. Die Ergebnisse der Forschungsprojekte wurden in Form von Ausstellungen, Publikationen sowie digitalen und analogen Vermittlungsprogrammen für Sonder- und Dauerausstellungen, wie Audioguides, Videobeiträge, Ausstellungen im virtuellen Raum und Workshops, präsentiert und zugänglich gemacht.
Die wissenschaftliche Koordinationsstelle, angesiedelt am Institut für Kunstgeschichte der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf, entwickelte ein speziell abgestimmtes, wissenschaftliches Begleitprogramm, welches alle zwei Monate abwechselnd in Form von Kolloquien in den beteiligten Museen stattfand. Dieses begleitete die Volontierenden während ihrer Ausbildung und unterstützte sie bei der Vertiefung ihrer Forschung und institutionsübergreifenden Vernetzung. Projektleiterin Prof. Dr. Ulli Seegers, Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf, unterstrich, dass „diese Trias von Museum, Hochschule und Rahmenprogramm durch die Koordinationsstelle eine deutschlandweit einzigartige Umgebung für Volontierende darstellt, die in den beteiligten Museen besonders innovative und wissenschaftlich avancierte Ergebnisse ermöglicht und die im Land einen lebendigen Austausch von Kunst, Wissenschaft und Vermittlung befördert.“
Das Jahr 2025 wird für die Umstrukturierung des Programms genutzt. Die dritte Förderphase soll zum 1. Januar 2026 beginnen.
Weitere Informationen zum Förderprogramm „Forschungsvolontariat Kunstmuseen NRW“ egibt es unter:www.kuk.hhu.de/forschungsvolontariat-kunstmuseen-nrw.html,