Am 11. August 1999 wird in Teilen Deutschlands eine totale Sonnenfinsternis zu beobachten sein. In einem etwa 100 km breiten Streifen, der sich in Europa etwa auf einer Linie Plymouth - Stuttgart - Bukarest hinzieht, verdeckt dann der Kernschatten des Mondes die Sonne total. In einem breiteren Streifen, der auch Düsseldorf einschließt, wird die Sonnenfinsternis immerhin noch bei 95% liegen. Diesem in Mitteleuropa seltenen Ereignis ist eine Ausstellung der Universitäts- und Landesbibliothek mit dem Titel "Sonnenfinsternis - Aspekte eines Naturphänomens" gewidmet (15. Juli bis 20. August).
Erläutert werden verschiedene Aspekte des äußerst beeindruckenden Naturphänomens: Wie "funktioniert" die Sonne? Wie kommt es zu dem mit mehrfacher Schallgeschwindigkeit über die Erdoberfläche dahinhuschenden Mondschatten? Was ist der Diamantring? Wie entsteht der Finsterniswind? Graphiken und Modelle erläutern die Konstellation der Himmelskörper und geben einen ersten Eindruck von den zahlreichen beobachtbaren Effekten.
Historische Zeugnisse belegen die Beobachtungen von Sonnenfinsternissen von 2000 vor Chr. bis heute. In der Vergangenheit galten Sonnenfinsternissen als Vorboten von Naturkatastrophen, ja sogar des bevorstehenden Weltendes. Dazu gibt es Darstellungen aus der Literatur und Mythologie verschiedener Völker der Erde. Ein Modell erläutert die mögliche Funktionsweise des steinzeitlichen "Observatoriums" im englischen Stonehenge.
Ein großer Teil des Ausstellungsmaterials wurde erstmals aus dem Internet beschafft, in dem sich zur Zeit etwa 1.500 "Web-Sites" mit dem Thema "Sonnenfinsternis" beschäftigen. Im Foyer können Besucher der ULB auch auf eigene Faust zu diesem Thema im Internet recherchieren. Die nächste totale Sonnenfinsternis wird in Deutschland erst am 3. September 2081 zu sehen sein!
Für weitere Informationen zu dieser Ausstellung:neumann(at)ub.uni-duesseldorf.de
Ausstellung in der ULB: Finsterniswind und Diamantring
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