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HHU-Wirtschaftsprofessor Klaus Allofs in Hörsaal 3A
"Fortuna Düsseldorf zwischen Tradition und Innovation"

Beim diesjährigen HHU-Wirtschaftsprofessor Klaus Allofs dreht sich alles um den Profi-Fußball. In seiner ersten öffentlichen Veranstaltung am 19. November im gut gefüllten Hörsaal 3A gewährte der Vorstand für Sport und Kommunikation bei Fortuna Düsseldorf Einblicke in die strategische Ausrichtung des Vereins.

Mit Klaus Allofs wurde erstmals ein Manager aus dem Profi-Sport mit der HHU-Wirtschaftsprofessur ausgezeichnet. (Alle Fotos: David Adelmann / HHU)

Im Mittelpunkt des von Tino Polster, dem Leiter der Sportkommunikation bei Fortuna, moderierten Gesprächs standen die wirtschaftlichen Herausforderungen eines eingetragenen Vereins sowie das richtige Verhältnis von Tradition und Weiterentwicklung.

Ein Profifußballverein, der als eingetragener Verein organisiert ist, setzt auf Tradition und Mitbestimmung: Mitglieder behalten die Kontrolle, externe Investoren nehmen keinen Einfluss, der Verein bewahrt seine Identität. Doch dieses Modell hat Grenzen. Weil ein e.V. keine Anteile verkaufen kann, fehlen wichtige Finanzierungswege, die im modernen Profifußball oft entscheidend sind. Größere strategische Investitionen – etwa in Infrastruktur, Personal oder Kader – lassen sich schwieriger finanzieren, Entscheidungen sind komplexer und wirtschaftliche Risiken trägt der Verein direkt. So steht der e. V. zwischen demokratischer Stabilität und eingeschränkter Wettbewerbsfähigkeit.

"Wir bleiben ein mitgliederbasierter Club und spielen halt nicht in der ersten Liga oder international. Daher müssen wir schon sehr kreativ sein, um wirtschaftlich erfolgreich zu sein. Aus diesen Überlegungen heraus hat sich als wichtiger Baustein ‚Fortuna für alle‘ entwickelt“, so Klaus Allofs.

Mit diesem Projekt hat Fortuna Düsseldorf im Jahr 2023 einen ungewöhnlichen Reformkurs eingeschlagen: Es gibt kostenlosen Eintritt zu ausgewählten Heimspielen, mehr digitale Fanbeteiligung und eine neue Mittelverteilung zugunsten des Frauen-, Nachwuchs- und Breitensports. Das Projekt wird von der Stadt sowie starken Partnern wie der Targo-Bank und Hewlett Packard Enterprise getragen und soll die Fortuna in der gesamten Stadt verankern.

Seither befinde sich der Verein im Aufwind: „Die Zuschauerzahlen steigen spürbar, viele Menschen kommen erstmals ins Stadion und auch wirtschaftlich wächst der Verein in den Bereichen Mitglieder, Merchandising, Ticketing und Vermarktung. Zudem baut die Fortuna den Frauenfußball aus und erweitert ihr Partnernetzwerk.“ 

Wie sieht die Zukunft aus? „Wir werden vernünftig in die Kaderbildung investieren. Wir wollen in die erste Liga. Ein Aufstieg würde alles verändern“, so Allofs. 

Die zweite öffentliche und kostenfreie Veranstaltung unter dem Titel „Fußball zwischen Emotion und Ökonomie – Perspektiven auf das Fußballbusiness” findet am 15. April 2026 um 16:30 Uhr statt. In einer Podiumsdiskussion wird Arnd Zeigler zu Gast sein. 

 

 

 

bearbeitet am 25.11.2025

 

Autor/in: Carolin Grape
Kategorie/n: Schlagzeilen, Pressemeldungen

Dekan Prof. Dr. Stefan Süß würdigte das Lebenswerk: "Klaus Allofs steht für verantwortungsvolles Fußball-Management, tiefe Verbundenheit zur Stadt Düsseldorf und die gelungene Balance aus Beständigkeit und Erneuerung – Eigenschaften, die für ein erfolgreiches, zukunftsgerichtetes Management unerlässlich sind.“

Im Gespräch mit Tino Polster ging es um die Positionierung des eingetragenen Vereins in einem starken Wettbewerbsumfeld.

Zum Abschluss stand der Wirtschaftsprofessor den interessierten Gästen in Hörsaal 3A für Fragen zur Verfügung.