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Juristische Fakultät:
Gastprofessor aus USA

Prof. Dr. Jim Chen ist der erste amerikanische Gastprofessor an der Juristischen Fakultät.

"Pater semper incertus est", so beschrieb Rektor Prof. Dr. Gert Kaiser auf einer Pressekonferenz die gute Zusammenarbeit aller Beteiligten. Er dankte zunächst aber dem Mann, der den ersten Kontakt zu Prof. Dr. Jim Chen, erster Gastprofessor der Juristischen Fakultät, herstellte: Thomas Lee Boam, Generalkonsul der Vereinigten Staaten. Der konterte mit dem Satz "Vaterschaft ist immer einfach, wenn man für die Entbindung nicht zahlen muß!" und reichte den Dank weiter an Dr. Ralf Neuhaus, Geschäftsführer der Deutsch-amerikanischen Vereinigung Steuben-Schurz e. V., die durch ihr finanzielles Engagement die Gastprofessur erst ermöglicht hatte.

Pressebild Der amerikanische Gastprofessor und die "Väter des Projektes" (v. l. n. r.): Rektor Prof. Dr. Gert Kaiser, Generalkonsul Thomas Lee Boam, Prof. Dr. Jim Chen, Dekan Prof. Dr. Dirk Olzen, Dr. Ralf Neuhaus, Steuben-Schurz Gesellschaft.
Foto: Michael Roos

Rektor Kaiser betrachtet diese erste Gastprofessur aus den USA an der jungen, innovativen Fakultät als schönes Zeichen für die weitere Internationalisierung der Universität, die schon jetzt in ganz Deutschland den höchsten Anteil ausländischer Studenten besitzt.

Prof. Dr. Dirk Olzen, Dekan der Juristischen Fakultät, hob im Pressegespräch heraus, wie wichtig Kenntnisse des anglo-amerikanischen Rechts in der heutigen Zeit der international operierenden Anwaltskanzleien und Unternehmen sind. Wegen der großen Unterschiede zwischen deutschem und amerikanischem Rechtssystem besteht ein großes Interesse seiner Fakultät an einer Kooperation mit einer amerikanischen Law School.

Auf die Juristische Ausbildung angesprochen, verwies Prof. Chen von der University of Minnesota/ Minneapolis auf die völlig andere Studienordnung in den USA. Das niedrigere Durchschnittsalter der Jura-Studenten in Deutschland erklärt sich dadurch, daß in Amerika erst an einer anderen Fakultät ein Studium abgeschlossen werden muß, bevor Jura studiert werden kann. Die junge Düsseldorfer Fakultät erinnert ihn aber im Bezug auf Überschaubarkeit, Freundlichkeit und das Miteinander von Dozenten und Studenten sehr an eine Law School in den USA.

Vor seinem Jura-Studium hat Prof. Chen (32), der mit magna cum laude in Harvard promovierte, acht Semester Englische Literatur, allgemeine Sprachwissenschaften und Deutsch studiert. Für und neben seinen Studien gab es für ihn immer wieder Gelegenheit zu Auslandsaufenthalten, die ihm sehr wichtig sind. Als Fulbright-Austauschstudent besuchte er Island. Auch an Düsseldorfs Partneruniversität Nantes war er schon einmal Gastprofessor. Diese Erfahrungen hält er in der Zeit von Internet, E-Commerce und der globalen Harmonisierung des internationalen Rechts für unentbehrlich. Dazu paßt auch das Thema seiner Vorlesung: Telekommunikationsrecht.

Autor/in: Michael Roos
Kategorie/n: Pressemeldungen