In Kooperation mit der Redaktion des WDR-Magazins "Monitor" hat das Institut für Lasermedizin der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf (Leitung: Prof. Dr. Peter Hering) zehn verschiedene sg. Laserpointer vermessen. Untersucht wurden die abgestrahlte Leistung (Watt) und die Leistungsdichte (Watt/cm2). Anhand der erhaltenen Daten nahmen die Wissenschaftler eine Einordnung in die entsprechende Laserschutzklasse nach der europäischen Norm vor.
Erschreckendes Ergebnis der Untersuchung: alle Laserpointer, die vielfach als "Kinderspielzeug" verkauft werden, waren in einer zu niedrigen Schutzklasse eingeordnet. Die Klasse 3b, in die sie eigentlich gehören, verlangt besondere Schutzmaßnahmen und sogar einen Laserschutzbeauftragten. Bei Lasern dieser Klasse, so Prof. Hering, sei Augenschutz notwendig, denn direkte Bestrahlung des Auges könne zu Netzhautschäden führen, selbst unter Berücksichtigung der spontanen Lidschlußzeit, die durchschnittlich ca. 1/4 Sekunde beträgt.
Prof. Dr. Peter Hering: "Auf Grund der Ergebnisse ist es unverantwortlich, daß solche Laser frei verkäuflich sind und in die Hände von Kindern und Jugendlichen gelangen können." Die "Monitor"-Sendung wurde am 22. Januar um 21.00 Uhr in der ARD ausgestrahlt.
Für weitere Informationen zum Thema Laserpointer: http://www.uni-duesseldorf.de/WWW/MedFak/LaserMedizin.
Lasermedizin Gefährliches 'Kinderspielzeug'
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