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Neue Studiengänge
Henkel und die Heinrich-Heine-Universität arbeiten gemeinsam an Reformen des Chemiestudiums

Die Düsseldorfer Henkel KGaA unterstützt die Heinrich-Heine-Universität und deren Fachbereich Chemie bei der Einführung eines Reformmodels. Möglicher neuer Abschluß: "Diplom-Wirtschaftschemiker".

Der zunehmende internationale Wettbewerb auch in der wissenschaftlichen Ausbildung sowie eine zu beobachtende nachlassende Attraktivität stellen neue Anforderungen an das Chemiestudium. Das klassische Chemie-Promotionsstudium soll deshalb ergänzt werden um neue berufsbezogene Studiengänge. Die Henkel KGaA unterstützt die Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf und deren Fachbereich Chemie bei der Einführung eines Reformmodells.

Als Vorbild, jedoch auf Düsseldorf zugeschnitten, dient das bundesweit diskutierte und von vielen Fachverbänden akzeptierte "Würzburger Modell". Danach sollen in der modernen wissenschaftlichen Chemieausbildung neben das klassische, aber neu zu gestaltende Promotionsstudium neue Diplomstudiengänge treten: in Düsseldorf zum Beispiel Material- und Biowissenschaften, Wirkstoff-Forschung und Analytik.

Weiterhin soll ein chemisches Grundstudium mit betriebswirtschaftlichen, volkswirtschaftlichen oder juristischen Aufbaustudien kombiniert werden. Ein möglicher Abschluß wäre hier der "Diplom-Wirtschaftschemiker".

Sowohl für das anwendungsorientierte Chemiestudium wie für die Kombi-Studiengänge sollten auch international akzeptierte und vergleichbare Abschlüsse geschaffen werden, etwa der "Master of Science" und der "Bachelor of Science". Solche internationalen Abschlüsse würden insbesondere durch Einführung des sogenannten Credit-Point-Systems erheblich zur schnellen Akzeptanz der neuen Studiengänge beitragen. Credit-Points dienen der Berechnung erbrachter Studien- und Prüfungsleistungen. Sie sind wichtig für die Anerkennung beim Hochschulwechsel.

In einem Gespräch haben Dr. Wilfried Umbach, Forschungsvorstand der Henkel KGaA, sowie der Rektor der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf, Prof. Dr. Gert Kaiser, und die Professoren des Fachbereiches Chemie vereinbart, daß Henkel vor allem die dann stärker praxisorientierte Ausbildung unterstützt. Zum Beispiel durch industrielle Praktikumsplätze, aber auch durch Hilfe bei der Erstellung der Lehrpläne sowie die Schaffung einer Stiftungsprofessur.

Um die neuen Ausbildungsplätze für Studenten schnell attraktiv zu machen, sagte Umbach auch die Unterstützung des Unternehmens Henkel bei Stipendien und der Einstellung von besonders leistungsstarken Absolventen zu.

Das Gesamtkonzept soll so schnell wie möglich dem zuständigen Ministerium für Bildung, Wissenschaft, Forschung und Technologie NRW in Düsseldorf eingereicht werden.

Kategorie/n: Pressemeldungen