Weltweit fordert Hepatitis C an einem Tag mehr Todesopfer als AIDS im ganzen Jahr. In Deutschland schätzt man die Zahl der Infizierten zwischen 400.000 (Robert-Koch-Institut) und einer Million (Weltgesundheitsorganisation). Die meisten Betroffenen wissen nichts von ihrer Infektion, da sie oft erst in einem späten Stadium erkannt wird. Am Ende stehen häufig Leberzirrhose, Leberkarzinom und Lebertransplantation.
Anläßlich der MEDICA 98 wird am 18. November eine öffentliche und kostenfreie Informationsveranstaltung zum Thema Hepatitis C stattfinden, die sich vor allem an Patienten und Angehörige richtet. Veranstalter sind die Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf, das Deutsche-Hepatitis-Forum und das Frankfurter Pharmaunternehmen Merz + Co.
Der chronische Verlauf der Erkrankung erzwingt oft eine jahrzehntelange Therapie, die Behandlung der Spätfolgen und drohende Arbeitsunfähigkeit sind weitere Faktoren, die in Zukunft Milliardenkosten auf das Gesundheitssystem zukommen lassen.
Über die "stille Volksseuche" Hepatitis C, die hauptsächlich durch Blutkontakte übertragen wird und deren gesundheitspolitische Dimension angesichts der weltweiten Erkrankungsraten gar nicht überschätzt werden kann, informieren bei der Veranstaltung Prof. Dr. Dieter Häussinger, Prof. Dr. Peter Goretzki und Dr. Tobias Heintges vom Düsseldorfer Universitätsklinikum. Sie sprechen über die Übertragungswege, das Krankheitsbild und die behandlungsmöglichkeiten. Ingo d'Alquen vom "Deutschen Hepatitis C-Forum e.V." berichtet über Patientenerfahrungen; Dierk Heimann von der Gesundheitsredaktion des ZDF moderiert die Veranstaltung.
Zeit: Mittwoch, 18. November 1998, 14 bis 16 Uhr; Ort: MEDICA, Eingang Süd (Congress Center), Raum 1. Eintritt frei
Weitere Informationen über das "Deutsche Hepatitis C-Forum finden sich im Internet: http://hepatitis-c.de/dhcf.htm
Patienteninformation Hepatitis C - Die stille Volksseuche
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Pressemeldungen