Am Mittwoch, 20. Mai, wird Queen Elisabeth II. das römische Kastell Vindolanda in Nord-England besuchen. Eingeladen hatte sie der Vindolanda-Trust, dessen Vorsitzender seit 1996 der Düsseldorfer Althistoriker Prof. Dr. Anthony R. Birley ist. Vindolanda gehört zu den bedeutendsten archäologischen Stätten Englands, die Römer hatten es 79 n.Chr. im Zusammenhang mit den Feldzügen gegen die Caledonier im heutigen Schottland errichtet. Ganz in der Nähe befindet sich der berühmte Hadrians-Wall, eine Art englischer Limes.
Prof. Birley:"Von ganz besonderem archäologischen Interesse sind in Vindolanda ca. 200 erhaltene Holztäfelchen, sozusagen billiger Ersatz-Papyrus, auf denen die Römer mit Tinte schrieben. Mit UV-Licht und chemischen Präparaten kann man die Schrift wieder lesbar machen und so wichtige Informationen über das Alltagsleben der Garnison im Zeitraum zwischen 90 und 125 n.Chr. bekommen. Wir haben Rechnungen gefunden, militärische Korrespondenz, aber auch Privatbriefe, z.B. eine Geburtstagseinladung an die Frau des Kommandanten."
Vindolanda und sein Grabungsfeld sind für die britische Königsfamilie von großem Interesse. Die Queen Mum und die Schwester der Königin haben den nationalen historischen Ort schon besucht, ganz besonders ans Herz gewachsen ist er jedoch Prince Charles: Er wurde im schottischen Internat Gordonstoun erzogen, sein Geschichtslehrer war der Bruder von Prof. Birley, der heute Grabungsdirektor von Vindolanda ist. "Warum war ich als einziges Familienmitglied noch nicht da?", habe einmal die Königin gefragt, berichtet Prof. Birley. Der Vindolanda-Trust zögerte nicht lange mit der Einladung zum Besuch. Am 20. Mai um 12.25 (Protokoll) ist es soweit: Als Vorsitzender wird der Düsseldorfer Althistoriker die Majestät zum Rundgang willkommen heißen.
Rundgang mit der Queen Historiker empfängt Elisabeth II.
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