Susanne Stemmler und Timo Skandries promovieren beide an der Philosophischen Fakultät, in der Romanistik und in der Philosophie. Zum Wintersemester haben sie jetzt eine Initiative ins Leben gerufen, die es bislang noch nicht gab: ein fächerübergreifendes Doktoranden-Kolloquium.
Das Pilot-Projekt ergänzt ideal die kulturwissenschaftliche Ausrichtung und Bündelung geisteswissenschaftlicher Fachbereiche zu interdisziplinären Forschungszentren, so, wie es die Strukturplanung der Philosophischen Fakultät vorsieht. Hilfestellung bekommen die beiden Doktoranden von Dr. Yoshiro Nakamura, der kürzlich promovierte.
Zunächst sollen Gruppen eingerichtet werden, um wichtige Texte, die für Dissertationen verschiedener Fachbereiche gleichermaßen interessant und fundamental sind, gemeinsam zu erarbeiten. "Über die Fachgrenzen hinweg können so Dissertationsprojekte zusammengeführt und in einen produktiven Austausch gebracht werden", so die Romanistin.
Eine weitere Funktion besteht in der "klassischen" kolloquialen Arbeitsweise, eigene Texte bzw. Ausschnitte der Dissertation vorzustellen und der Kritik der Kommilitonen auszusetzen. Susanne Stemmler: "Die Kritik aus 'dem anderen Lager' kann neue Sichtweisen eröffnen und die Kolloquien in den einzelnen Fachbereichen selbst sinnvoll ergänzen. Vieles nimmt man einfach nicht mehr wahr."
Nicht zuletzt sollen aber auch Informationen im organisatorischen Bereich ausgetauscht werden. Wie beantragt man ein Stipendium? Wie organisiere ich Literatur? Wie schreibe ich ein Expose? Wie mache ich einen realistischen Zeitplan? Bürokratische Anmeldungs- und Verfahrensregelungen lassen sich besser bewältigen, wenn Kommilitonen, die bestimmte Gänge schon hinter sich haben, ihre Erfahrungen mitteilen, meinen die beiden Initiatoren. Um die Arbeitskreise einzurichten, treffen sich alle Doktoranden der Philosophischen Fakultät ein- oder zweimal im Jahr zu einem Plenum und berichten von den Ergebnissen der Gruppen. Weiterhin werden die Arbeitskreise neu geordnet und nach den Mehrheitswünschen thematisch ausgerichtet. Die Arbeitskreise treffen sich 14tägig über das ganze Jahr. Die Koordination wird ehrenamtlich von den Initiatoren übernommen. Die Dekanin der Fakultät, Prof. Dr. Vittoria Borso, hat logistische und infrastrukturelle Unterstützung zugesagt.
Das erste Treffen findet statt am Mittwoch, 13. Oktober, 18 Uhr, in Raum 2.53, Gebäude 23.21.
Für weitere Informationen: Dr. Yoshiro Nakamura, e-mail: nakamura(at)phil-fak.uni-duesseldorf.de
Philosophische Fakultät: Interdisziplinäres Doktoranden-Kolloquium
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