Seit Jahrzehnten belegen die Zahlen von wissenschaftlichen Studien und NGOs, dass antisemitische Einstellungen fest in der Mitte der Gesellschaft verankert sind und dadurch für Jüdinnen und Juden in Deutschland ein permanentes Problem darstellen. Doch die Perspektive der Betroffenen fehlte lange Zeit, sie wird erst seit kurzer Zeit in den Blick genommen. Die Tagung „Jüdische Perspektiven auf Antisemitismus — Leerstellen und Potenziale der Antisemitismusforschung“ am 30. November 2023 möchte auf Grundlage diverser Fachvorträge mit theoretischer wie empirischer Ausrichtung bisherige Leerstellen in der Forschung aufzeigen. Zudem sollen Potenziale und mögliche Herausforderungen, die sich aus der Integration von Betroffenenperspektiven in eine interdisziplinäre Antisemitismusforschung ergeben, diskutiert werden.