Mit der Einführung eines speziellen Internet-Einwahl-Tarifs für Studierende und Mitarbeiter der Heinrich-Heine-Universität ist heute ein weiterer Schritt in Richtung Regionales Bildungsnetz Düsseldorf gesetzt worden. Nachdem Düsseldorfer Schulen bereits kostenlos das Internet nutzen, surfen nun auch rund 30.000 Studierende, Wissenschaftler und Beschäftigte der Universität im Internet ab 1 Pfennig pro Minute. Damit zahlen Studierende ca. 1/4 des Preises gegenüber der Deutschen Telekom AG. Ermöglicht wird diese kostengünstige Anbindung an das Hochschulnetz durch eine Partnerschaft zwischen dem lokalen Telekommunikationsunter-nehmen ISIS Multimedia Net GmbH, der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf und der Stadtverwaltung Düsseldorf. Dieser Schulterschluß zwischen öffentlichen und privaten Institutionen ist beispielhaft in Nordrhein Westfalen.
Für Gabriele Behler, Ministerin für Schule, Weiterbildung, Wissenschaft und Forschung, ist damit zum ersten Mal das Kostenproblem für den Internetzugang gelöst worden: "Dies ist ein wichtiger Baustein für eine moderne Online-Bildungsinfrastruktur und ein Meilenstein auf dem Weg in die Wissensgesellschaft." Ziel des Ministeriums sei der Aufbau einer landesweiten Netzinfrastruktur für Bildung, Wissenschaft und Forschung: das "Bildungsnetz NRW". Zentrale Rolle dabei spiele die jeweilige Hochschule der Region mit ihrem Hochleistungs-Internetknoten, ihren umfassenden Datenbanken und Bibliotheken. Darauf, wie auch zum "NRW-Bildungsserver" (www.learn-line.nrw.de), sollen alle Bildungs- und bildungsnahen Einrichtungen - dazu zählen neben den Universitäten auch Schulen, Volkshochschulen, Museen und Einrichtungen der betrieblichen Weiterbildung so rasch wie möglich einen kostengünstigen Zugriff haben. Behler: "Die Düsseldorfer Initiative ist beispielhaft."
Prof. Dr. Jan Knop, Direktor des Universitätsrechenzentrums, sieht die Heinrich-Heine-Universität (HHU) nicht nur in der technologischen Vorreiterrolle bei der Informationstechnik im Bildungsbereich. Ein Hemnis hierbei sind die hohen Einwahlkosten: "Mit der Reduzierung von bislang 4,80 auf nur noch 1,20 Mark je Stunde tagsüber ist uns auch auf der Kostenseite der Durchbruch gelungen." Schon seit September können alle Düsseldorfer Schulen zum Nulltarif sooft und solange sie wollen im Internet surfen ebenfalls das Ergebnis der engen Kooperation zwischen Universität, Düsseldorfer Stadtverwaltung und Isis. "Diese Form des public private partnership zum Aufbau des regionalen Bildungsnetzes Düsseldorf", betont Knop, "ist vorbildlich".
"Neue Denkansätze und intelligente Lösungen wie hier in diesem Fall sind gefragt", glaubt auch Regierungspräsident Jürgen Büssow. Die großen Herausforderungen in der Bildungspolitik seien in Zeiten knapper öffentlicher Kassen durch Steuermittel allein nicht finanzierbar: "Eigentlich muß heute in jedem Klassenraum ein Internetanschluß zur Verfügung stehen." Tatsächlich liegt die Anschlußquote derzeit bei 70%. Ein flächendeckender Anschluß ist angestrebt. Büssow: "Das müssen wir schaffen."
Seit heute kann die Heinrich-Heine-Universität kostenlos einen Internet-Einwahlknoten von Isis nutzen. Damit ist es der Universität möglich, ihren steigenden Bedarf an Einwahlmöglichkeiten für Studierende und Beschäftigte zu decken. Außerdem bietet Isis ab sofort den insgesamt 24.000 Studierenden und Mitarbeitern der Heinrich-Heine-Uni fürs private Surfen einen Superspar-Tarif ab 1 Pfennig pro Telefonminute - gegenüber den Preisen der Deutschen Telekom AG eine Ersparnis um bis zu 78 Prozent. "Mit Sponsoring und günstigen Tarifen investieren wir in die multimediale Ausbildung unseres Nachwuchses," betont Isis-Geschäftsführer Bernd J. Kögler: "Damit wollen wir unserer Verantwortung für die Zukunft dieser Region gerecht werden." Es bestehe "akuter Handlungsbedarf", denn Information sei inzwischen noch vor Arbeit, Boden und Kapital zum wichtigsten Produktionsfaktor geworden. Zwischen der Bedeutung der neuen Informationsmedien und dem tatsächlichen Umgang mit ihnen besteht jedoch eine gewaltige Diskrepanz. Kögler: "Isis will helfen, diese Lücke zu schließen."
Auf zwei Wegen können die HHU-Studierenden künftig sparen. Nur 1,20 Mark (gegenüber 4,80 Mark bei der Deutschen Telekom) betragen die Telefonkosten tagsüber für eine Internet-Stunde bei Abschluß eines sogenannten Teilnehmernetz-Vertrages (IsiFON direkt), wobei der Telefonanschluß komplett von der Telekom zu Isis übertragen wird. Dies ist derzeit nur innerhalb der Stadtgebiete Düsseldorf und Neuss, ab dem nächsten Jahr jedoch auch in Duisburg und Krefeld möglich. 3 Mark kostet eine Surfstunde tagsüber bei Abschluß eines sogenannten Preselection-Vertrags mit Isis, bei dem alle Gespräche außerhalb der eignen Vorwahl zum günstigen Tarif IsiFON connect abgerechnet werden. Bereits ab 18 Uhr reduzieren sich beide Tarife noch einmal um die Hälfte.
Für die Anmeldung und weitere Informationen hat Isis eine eigene Hotline eingerichtet, die unter der Telefonnummer 0800 - 80 90 110 erreichbar ist.
Im Lizenzgebiet von Isis, das von Mönchengladbach bis Essen und von Oberhausen bis Leverkusen reicht, leben rund drei Millionen Einwohner. Über 100 Millionen Mark hat Isis bereits in das mehr als 250 Kilometer Glaserfaser umfassende Multimedia-Telekommunikationsnetz investiert. Kögler: "Die Geschäftsentwicklung verläuft ausgesprochen erfreulich. Schon heute nutzten Isis rund 8 500 Privat- und Geschäftskunden. Das seien bereits "mehr als wir für das gesamte Jahr 1998 geplant hatten".
Regionales Bildungsnetz Kooperation von Universität, Isis und Stadt
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