
Rektor Prof. Dr. Gert Kaiser (stehend) begrüßte gestern die Mitglieder des Kulturausschusses der Stadt Düsseldorf auf dem Campus. Vor der Sitzung informierten sich die Kommunalpolitiker über das Rechenzentrum und Themen der Universität. Links neben dem Rektor Kulturdezernent Hans-Heinrich Grosse-Brockhoff, rechts Ausschußvorsitzender Wolfgang Kamper. Foto: Manfred Gelpke
In seiner Begrüßung hatte der Rektor eines der aktuellen Themen auf dem Campus angesprochen: die drohende Einstellung des Studienganges Zahnmedizin durch das Ministerium. Prof. Kaiser führte mehrere Gegenargumente an, z. B. die ausgezeichnete Qualität der Ausbildung in Düsseldorf, wo das Fach eben noch nicht überlaufen sei und tatsächlich am Menschen und nicht am Phantom-Patienten unterrichtet wird. Außerdem, so der Rektor, sei Düsseldorf in der Zahnmedizin bundesdeutsche Forschungsspitze durch junge Wissenschaftler und Einwerbung von Drittmitteln. Ausschußvorsitzender Wolfgang Kamper versicherte dem Rektor die uneingeschränkte Solidarität des Düsseldorfer Stadtrates bei dem Bemühen, die Zahnmedizin in der Heinrich-Heine-Universität zu halten.
Anschließend stellte der Direktor des Rechenzentrums, Prof. Dr. Jan Knop, das breite Leistungsspektrum seines Hauses für die Stadt Düsseldorf, die Region und die nordrhein-westfälische Wissenschaftslandschaft vor. Anhand von Beispielen demonstrierte er den Kommunalpolitikern die rasante Entwicklung im Bereich der Datenverarbeitung und wies besonders auf Projekte wie "Schulen ans Netz", den "Bildungsserver lern:line" und "Kultbild" (eine Kooperation des Rechenzentrums mit den Kulturinstituten der Stadt) hin. Beeindruckt vom Service der Universität für die Düsseldorfer Schulen (kostenloser Internet-Zugang via Rechenzentrum) erhielt Prof. Knop eine Einladung, demnächst einmal vor dem Schulausschuß der Stadt das breite Leistungsangebot seines Hauses detailliert vorzustellen.
Nach dem Besuch des Rechenzentrums wechselte der Kulturausschuß in den nahen Heinrich-Heine-Saal, wo Rektor Kaiser noch einige Themen aus der Universität erläuterte. U.a. stand die Frage nach einem Düsseldorfer Seniorenstudium im Raum. Prof. Kaiser stellte weiterhin die Pläne der Universität vor, für die weltberühmte Sammlung von Totentanz-Grafiken ein Museum als Anbau an die Universitätsbibliothek zu errichten. Kulturdezernent Hans-Heinrich Grosse-Brockhoff schließlich regte Gespräche an, den Robert-Schumann-Saal am Ehrenhof für Veranstaltungen der Universität zu nutzen und so die Hochschule "in die Stadt" zu holen. Rektor Kaiser griff diese Idee gerne auf.
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