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Arbeitskreis 'Moderne im Rheinland'
Kulturbund und Kom(m)ödchen

Der "Arbeitskreis für die Moderne im Rheinland" wird sich am 29. und 30. Oktober in der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf mit der unmittelbaren Nachkriegszeit beschäftigen. Titel der Veranstaltung: "Öffentlichkeit der Moderne - die Moderne in der Öffentlichkeit. Das Rheinland 1945 - 1955".

Der "Arbeitskreis für die Moderne im Rheinland" wird sich in seinem Kolloquium am 29. und 30. Oktober 1998 in der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf mit der unmittelbaren Nachkriegszeit beschäftigen. Titel der Veranstaltung: "Öffentlichkeit der Moderne - die Moderne in der Öffentlichkeit. Das Rheinland 1945 - 1955".

Nach 12 Jahren Diktatur erwies sich "Öffentlichkeit" als das "Moderne" schlechthin. Dies läßt sich deutlich im Kulturraum Rheinland nachweisen. Auch hier zählten Kontroversen im kulturellen Bereich zu Formen des beginnenden demokratischen Bewußtseins. Aufzeigen läßt sich dies an Perspektiven für ein neues Theater (Winrich Meiszies: "Kontroverse Positionen am Beispiel Wolfgang Langhoff und Gustaf Gründgens") ebenso wie in dem öffentlichen Diskurs über Architekturprojekte (Gisbert Knopp: "Hans Schwipperts Ideen für das erste ,moderne' Parlamentsgebäude der Welt").

Gefragt wird auch nach dem Umgang mit der NS-Vergangenheit (Horst Matzerath, NS-Dokumentationszentrum Köln), der schon bald in den Sog der restaurativen Nachkriegszeit geratenen Politik des "Kulturbundes zur demokratischen Erneuerung" (Carola Spies) und der ersten Europainitiativen im Rheinland (Georg Holländer). Das Spektrum der Tagung reicht von der Landespolitik und ihrem Einfluß auf die Kultur bis zur Universitätsgeschichte in NRW und zum modernen Design.

Die Tagung findet im Vortragsraum der Universitäts und Landesbibliothek Düsseldorf statt (Beginn 9.30 Uhr). Die öffentliche Abendveranstaltung am 29. Oktober (Beginn: 19.00 Uhr) im Theatermuseum, Jägerhofstraße 1, beschäftigt sich mit dem Thema "Oper im Rheinland nach 1945" (Klaus Wolfgang Niemöller) und erinnert in einem Vortrag mit szenischer Gestaltung an die Anfänge des Düsseldorfer Kabaretts "Kom(m)ödchen" (Antje Johanning). Der Abend klingt aus mit dem Bonner Saxophon-Quartett, gespielt wird Jazz nach 1945.

Der interdisziplinäre Arbeitskreis zur Erforschung der Moderne im Rheinland besteht seit 1989. Ihm gehören Wissenschaftler der nordrhein-westfälischen Hochschulen der Fächer Literaturgeschichte, Kunstgeschichte, Musikgeschichte, Theatergeschichte, Baugeschichte, Architekturgeschichte, Designgeschichte, Kommunikationsgeschichte, Landesgeschichte sowie Vertreter wichtiger rheinischer Museen, Archive und des WDR an.

Die Organisation der Düsseldorfer Tagung hat PD Dr. Gertrude Cepl-Kaufmann (Germanistisches Seminar der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf), die auch für weitere Auskünfte zur Verfügung steht (Tel. 0211-81-12950).
Programm der Veranstaltung unter http://www.phil-fak.uni-duesseldorf.de/germ2/veranst/rheinlmo.htm

Kategorie/n: Pressemeldungen