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lokal-o-mat
Mit einem Klick Kommunalpolitik im Blick

Mit dem lokal-o-mat erhalten Wählerinnen und Wähler in verschiedenen Kommunen Nordrhein-Westfalens zur diesjährigen Kommunalwahl eine digitale Wahlhilfe, die ihnen einen spielerischen Zugang zur lokalen Politik ermöglicht. Ab Mitte August können alle Interessierten die für Aachen, Coesfeld, Duisburg, Düsseldorf, Gütersloh, Haan, Köln, Krefeld, Münster und Witten stadtspezifische Version des Tools nutzen. Bei der Auswahl der Städte wurde die Vielfalt Nordrhein-Westfalens in mehreren Hinsichten berücksichtigt. Entwickelt wird das politische Bildungsangebot von der Wahl-O-Mat-Forschung der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf unter der Leitung von Prof. Dr. Stefan Marschall. Unterstützt wird das Forschungsteam dabei von der Landeszentrale für politische Bildung Nordrhein-Westfalen.

Bildschirm, auf dem der lokal-o-mat zu sehen ist Zoom

Ab Mitte August kann der lokal-o-mat in zehn nordrhein-westfälischen Städten gespielt werden.

Der lokal-o-mat bietet Wahlberechtigten in den zehn NRW-Städten dann die Möglichkeit, die eigenen Positionen zu rund 30 unterschiedlichen kommunalpolitischen Thesen mit denen der antretenden Parteien und Wählergemeinschaften zu vergleichen. Ziel ist es, die Auseinandersetzung mit lokaler Politik zu fördern. „Der lokal-o-mat motiviert zur Beschäftigung mit der Kommunalpolitik“, erklärt Projektleiter Marschall. „Das Tool macht darauf aufmerksam, dass gerade auf der lokalen Ebene viele wichtigen Themen verhandelt und entschieden werden und dass die Wahl einen Unterschied für das konkrete Leben machen kann.“

Diese lokale Verankerung zeigt sich allerdings nicht nur in den Inhalten der Wahlhilfe, sondern auch in ihrem Entstehungsprozess: Die Redaktion, die sich die Thesen für den lokal-o-mat überlegt hat, setzt sich aus Jugendlichen und jungen Erwachsenen aus den teilnehmenden Städten zusammen. Sie wurden bei der Thesenerstellung im Rahmen eines mehrtägigen Workshops im Mai vom Forschungsteam der Heinrich-Heine-Universität unterstützt, das über langjährige Erfahrung in der Konzeption und wissenschaftlichen Begleitung digitaler Wahlhilfen verfügt. „Uns ist es wichtig, dass der lokal-o-mat nicht nur für die Wählerinnen und Wähler vor Ort entwickelt wird, sondern auch mit ihnen. Gerade junge Menschen sollen auf diesem Weg nachhaltig für lokale Beteiligungsmöglichkeiten sensibilisiert werden“, beschreibt Jonas Bongartz, Projektkoordinator des lokal-o-mat, das Vorgehen. Die finale Themenauswahl wird jedoch nicht nur die Interessen junger Menschen abdecken, sondern die aller Wahlberechtigten berücksichtigen. 

Das Projekt ermöglicht aber nicht nur den Wahlberechtigten in den Kommunen, sich über lokale Politik zu informieren, sondern auch der Wissenschaft, die Funktions- und Wirkungsweisen von Wahlhilfen besser zu verstehen. Mit einer Befragung zufällig ausgewählter Nutzerinnen und Nutzer des Tools werden die Motivation, der Erkenntnisgewinn aus der Nutzung sowie Charakteristika der lokal-o-mat-User untersucht.

https://www.sozwiss.hhu.de/lokal-o-mat 

Autor/in: Redaktion, V.M.
Kategorie/n: Schlagzeilen, Pressemeldungen