"Mensch und Tod" heißt die mit 3.500 Originalexponaten weltweit größte Sammlung von Totentanz-Darstellungen, sie befindet sich im Institut für Geschichte der Medizin der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf. Der Totentanz, der "Danse macabre", hat aber nicht nur die bildenden Künstler über Jahrhunderte fasziniert. Auch in der Musik spielt das Motiv eine wichtige Rolle. Einer der Komponisten, die sich gleich mehrfach mit der Thematik beschäftigten, war Franz Liszt.

Präsentierten eine CD mit Totentanz-Kompositionen für Klavier von Liszt: em. Prof. Dr. Hans Schadewaldt, Rektor Prof. Dr. Gert Kaiser und der Pianist Gregorio Nardi.
Foto: Thorsten Lemanski
Durch die Unterstützung von Mäzenen (Kreissparkasse Düsseldorf und Van-Meeteren-Stiftung)ist es nun gelungen, eine CD mit Totentanz-Kompositionen für Klavier von Liszt zu produzieren. Sie wird der Universität als Gastgeschenk zur Verfügung gestellt. Interpret ist der 1964 in Florenz geborene und u.a. in Deutschland ausgebildete Pianist Gregorio Nardi.
Insgesamt elf Stücke sind auf der CD mit dem Titel "Franz Liszt: Vom Tode" zu hören. Gregorio Nardi spielte dabei Kompositionen ein, die sich sehr selten in den gängigen Programmen finden, etwa den "Csardas macabre" (veröffentlicht erst 1951) oder "Die Trauergondel". Der CD ist ein umfangreicher Prospekt beigefügt, in dem der langjährige Direktor des Instituts für Geschichte der Medizin und Initiator der Sammlung, em. Prof. Dr. Hans Schadewaldt, in die Thematik des Totentanzes einführt.