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Fortsetzung von ‚oeconomicum live!‘ ab 1.Oktober
"Markenaktivismus"

Die Reihe ‚oeconomicum live – Wirtschaft erleben!‘ der Wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät startet mit insgesamt sechs Vorträgen in das aktuelle Wintersemester. Los geht es am 1.Oktober: Dann beleuchtet Marketingexperte Peter Kenning ein neues Instrument – den „Markenaktivismus“.

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Die Moralisierung der Märkte bringt neue Phänomene hervor, die zu einer Erweiterung des Marketinginstrumentariums führen und sowohl von wissenschaftlichem als auch gesellschaftlichem Interesse sind. Eines dieser Phänomene ist „Markenaktivismus“. Dieser kann definiert werden als eine öffentlich sichtbare, freiwillige Stellungnahme einer Marke die sich auf kontrovers diskutierte Themen bezieht und freiwillig erfolgt. Oft möchten sich Markenaktivisten über einen vergleichsweise drastischen moralischen Einblick von ihren Wettbewerbern differenzieren. Diese Differenzierung kann sich positiv auf die betrieblichen Zielgrößen „Umsatz“ und „Gewinn“ auswirken. „Markenaktivismus“ birgt aber nicht nur Chancen, sondern auch Risiken, da er eine klare Haltung zu kontroversen Themen erfordert.

Peter Kenning ist seit 2014 Inhaber des Lehrstuhls für Betriebswirtschaftslehre, insb. Marketing an der Heinrich-Heine-Universität. Die wissenschaftlichen Schwerpunkte von Prof. Kenning liegen insbesondere im Bereich der quantitativen Marketingforschung sowie der Consumer Neuroscience. Zudem engagiert er sich für eine wissenschaftsbasierte Verbraucherpolitik. Im Dezember 2011 wurde Prof. Kenning in den wissenschaftlichen Beirat „Verbraucher- und Ernährungspolitik“ des Bundesministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (BMELV) berufen. Seit 2012 ist er Mitglied im Koordinationsgremium des Bundesnetzwerks Verbraucherforschung.

Mit ihren Vorträgen im Rahmen der Reihe ‚oeconomicum live‘ machen Professorinnen und Professoren der Wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät Wirtschaft erlebbar. Ihr Ziel ist es, aktuelle und komplexe wirtschaftswissenschaftliche Sachverhalte für Interessierte nachvollziehbar aufzubereiten. Dabei stehen ganz unterschiedliche Fragestellungen betriebs- und volkswirtschaftlicher Forschung im Fokus.

Alle Vorträge sind öffentlich und kostenfrei – Interessierte sind herzlich willkommen! 

Termin:
Dienstag, 01.10.2024, 19.30 Uhr
Haus der Universität, Schadowplatz 14, Düsseldorf

Informationen zur Vortragsreihe:
www.wiwi.hhu.de/oeconomicumlive
Claudia Dingle
Claudia.Dingle(at)hhu.de

Die verbleibenden fünf Vorträge im Überblick, Beginn jeweils dienstags, Beginn 19:30 Uhr im Haus der Universität am Schadowplatz. In der Regel werden sie zusätzlich über HHU-​YouTube übertragen:

05.11.2024, 19:30 Uhr
"Kosten und Optimierungsmöglichkeiten der Langzeitpflege"
Wie wählen pflegebedürftige Menschen zwischen Pflegegeld, ambulanter Pflege und einem Pflegeheim? Welche Kosten entstehen hierdurch für die Pflegebedürftigen, ihre Angehörigen und die Gesellschaft als Ganzes? Und wie können Änderungen in der Pflegeversicherung diese Entscheidungen und Kosten beeinflussen? Die Erstellung und Analyse ökonomischer Modelle ermöglicht Antworten auf diese Fragen. Sie dienen als Denkanstoß und Diskussionsgrundlage für potentielle politische Maßnahmen und Reformen im Bereich der Langzeitpflege.
Jun.-Prof. Dr. André Romahn

03.12.2024, 19:30 Uhr
"Verkaufstricks und Verbraucherschutz im digitalen Zeitalter"
Der Vortrag diskutiert verschiedene Verkaufstricks (sog. Dark Patterns), mit denen Firmen Verbraucherinnen und Verbraucher bei Einkäufen über digitale Kanäle zu Kaufabschlüssen bewegen wollen. Wenn der Endpreis eines Flugscheins beispielsweise deutlich höher liegt als der Preis, der zu Beginn der Buchung angezeigt wird (sog. Drip Pricing), dann ist das oft ärgerlich für Kundinnen und Kunden. Der Vortrag gibt darüber hinaus einen Einblick in die Regulierungspraxis, mit deren Hilfe versucht wird, Verbraucherinnen und Verbraucher besser zu schützen. Zudem werden die Ergebnisse einer DICE-Studie zu den Auswirkungen des Drip Pricing präsentiert, um aufzuzeigen, wie effektiv Maßnahmen der Wettbewerbshüter gegen digitale Verkaufstricks sein können.
Prof. Dr. Alexander Rasch

07.01.2025, 19:30 Uhr
"Erfolgsfaktor Nachhaltigkeitsmanagement?"
Nachhaltigkeitsmanagement, also die Integration sozialer, ökologischer und wirtschaftlicher Aspekte im Rahmen der Unternehmensführung, ist heute mehr als nur ein Trend. In seinem Vortrag "Erfolgsfaktor Nachhaltigkeitsmanagement?" beleuchtet Prof. Dr. Rüdiger Hahn, warum nachhaltiges Handeln sowohl gesamtgesellschaftlich als auch auf Unternehmensebene wirtschaftlich Sinn macht. Prof. Hahn wird zeigen, wie Unternehmen durch nachhaltige Praktiken ihre Wettbewerbsfähigkeit stärken können, z.B. durch Kosteneinsparungen, Risikominimierung und die Schaffung neuer Marktchancen. Dabei wird er sowohl die positiven Effekte als auch die Herausforderungen und Grenzen des Erfolgsfaktors Nachhaltigkeitsmanagement kritisch diskutieren. Denn nicht immer rechnet sich nachhaltiges Handeln unmittelbar für das einzelne Unternehmen, und die Bedingungen dafür sind oft komplex und herausfordernd. Anhand von Beispielen aus der Praxis und empirischen Studien wird er darlegen, wann Nachhaltigkeit ein echter Erfolgsfaktor sein kann und welche Bedingungen dafür erfüllt sein müssen. Seien Sie gespannt auf spannende Einblicke darüber, wie Nachhaltigkeit zur Unternehmensstrategie der Zukunft wird.
Prof. Dr. Rüdiger Hahn

11.02.2025, 19:30 Uhr
"Resilienz in Lieferketten"
Wir sind es gewohnt, in einem Supermarkt mit vollen Regalen einzukaufen. Dass das auch anders sein kann, hat uns COVID-19 gezeigt. Auch der Ukraine-Russland Konflikt hat deutlich gemacht, dass komplexe und globale Supply Chains verwundbar sind. Unternehmen müssen resilient sein, jetzt und in der Zukunft, gerade im Hinblick auf Entwicklungen verbunden mit dem Klimawandel. Der Vortrag beschäftigt sich mit den Resilienzstrategien, die Unternehmen anwenden, um die Folgen von Störungen in Lieferketten so gering wie möglich zu halten – ganz verhindern kann man sie nur schwer.
Prof. Dr. Kirstin Scholten

11.03.2025, 19:30 Uhr
"Unter welchen Umständen finden (Frauen-)Quoten Unterstützung und sind erfolgreich? Und wann nicht?"
Frauenquoten stehen regelmäßig im Zentrum hitzig geführter Debatten. Sie sind ein prominentes Beispiel für Affirmative Action (auf Deutsch: positive Diskriminierung). Dabei handelt es sich um Maßnahmen, die darauf abzielen, die Benachteiligung bestimmter Gruppen durch das Gewähren von Vorteilen auszugleichen und die insbesondere im Bildungs- oder Arbeitskontext Anwendung finden. Ziel solcher Maßnahmen ist, Chancengleichheit und Diversität zu fördern.
Warum sind Menschen bei diesem Thema so unterschiedlicher Meinung? Wer ist für und wer ist gegen Affirmative Action und was bedeutet das für die Einführung solcher Maßnahmen? Unter welchen Umständen kann Affirmative Action erfolgreich sein und wann wirken solche Maßnahmen kontraproduktiv? Mit diesen Fragen setzt sich der Vortrag auseinander und greift dabei auf Ergebnisse aktueller, ökonomischer Forschungsprojekte zurück.
Prof. Dr. Hannah Schildberg-Hörisch

 

 

 

Autor/in: Carolin Grape
Kategorie/n: Schlagzeilen