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Leukämie-Tagung am 20./21. Juni
'Meet the expert!'

Vor zehn Jahren gründete der Düsseldorfer Krebsspezialist Prof. Dr. Wolfgang Schneider die Leukämieliga e.V. Am 20./21. Juni findet nun in der Heinrich-Heine-Universität ein Jubiläumskongreß statt: Fortbildung für Patienten, Ärzte und Pflegepersonal unter dem Motto "Meet the expert!".

Pro Jahr gibt es in Deutschland 20.000 neue Fälle von Leukämie, bösartigen Erkrankungen des blutbildenden oder lymphatischen Systems. Sie entsprechen dem "Krebs" anderer Organe.

Vor zehn Jahren gründete der Düsseldorfer Krebsspezialist Prof. Dr. Wolfgang Schneider (Heinrich-Heine-Universität) die Leukämieliga e.V., um den Patienten auf vielfältige Weise zu helfen. Das Jubiläum ist Anlaß, in einer zweitägigen Fortbildungsveranstaltung am Samstag/Sonntag, 20./21. Juni, gleich mehrere betroffene Gruppen anzusprechen: ein wissenschaftlicher Kongreß wendet sich an Ärzte und Pflegepersonal, der andere Teil steht ganz im Zeichen der Patienten, ihrer Fragen, Sorgen und veränderten Lebenssituation. Der Kongreß findet im Hörsaalgebäude der MNR-Klinik statt, jeweils ab 9.00 Uhr.

Er ist Teil der "Europäischen Woche gegen Leukämien und Lymphome" und bildet gleichzeitig die zentrale Veranstaltung der Deutschen Leukämie-Hilfe, des Dachverbandes der Patientenselbsthilfeorganisationen. Der Kongreß wurde anläßlich des Jubiläums der Leukämie-Liga nach Düsseldorf vergeben.

Auf keinem Gebiet der Krebsbehandlung ist das Tempo des Fortschrittes in den letzten Jahren so groß wie bei den Leukämien. Die bedeutendsten Innovationen in der Therapie bösartiger Erkrankungen haben hier ihren Ausgang genommen und erst später Eingang in die Behandlung anderer Krebsarten gefunden. Besonders die in der Öffentlichkeit viel beachtete Transplantation von Knochenmark - wer kennt nicht die Initiative von Jose Carreras, der selbst an Leukämie erkrankt war? - ist ein Meilenstein auf dem Weg zur Verbesserung der Chancen der Erkrankten. Aus diesem Grund wurde die Transplantation von Knochenmark und Blutstammzellen zum Thema der Düsseldorfer Veranstaltung gewählt.

Die Organisatoren sind froh, daß es gelang, die bedeutendsten deutschen Vertreter dieser modernen Therapieformen als Referenten zu gewinnen. Diese hochkarätigen Spezialisten werden am Sonntag, 21. Juni, unter dem Motto "Meet the expert!" den Leukämie-Kranken und ihren Familien einen Tag lang im Gespräch und Vortrag zur Verfügung stehen.

Eine derartige Großveranstaltung nach amerikanischem Vorbild - erwartet werden mehrere hundert Ärzte und Patienten aus ganz Deutschland - ist für Betroffene eine große Hilfe. Zur Sprache kommen die unterschiedlichsten Themen, von Transplantationen bis zu alternativen Therapieformen, Problemen der Angehörigen, sozialen und finanziellen Aspekten, Sexualität, Ernährung, Arzt-Patient-Verhältnis und vieles mehr.

Nach einem einführenden Vortrag zum jeweiligen Thema wird insbesondere der Diskussion breiter Raum gegeben, so daß jeder Interessierte Antwort auf seine Fragen bekommen kann. Dabei stellt die Leitung der Diskussionsrunden durch Laien, oft selbst ehemalige Patienten, sicher, daß die ganz spezifische Sicht der Betroffenen, die auch dem besten Arzt als Gesundem verschlossen bleiben muß, die notwendige Berücksichtigung findet.

Die gebotenen Informationen werden für Patienten und Angehörige eine wesentliche Hilfe im Umgang mit der Erkrankung und vor allem auch bei zukünftigen Entscheidungen sein.

Die Ängste vor dem Ungewissen werden abgebaut: Nur der gut unterrichtete Patient hat die Möglichkeit zur aktiven Teilnahme an seiner Heilung. Information ist besonders bei langwierigen und eingreifenden Behandlungen eine unabdingbare Voraussetzung für die erfolgreiche Zusammenarbeit zwischen Patient, Ärzten, Pflegepersonal und anderen Therapeuten.

Die Veranstalter hoffen daher, daß eine möglichst große Resonanz bei den Betroffenen erreicht wird. Interessierte sind herzlich willkommen, die Tagung zu besuchen, Teilnahmegebühren werden nicht erhoben.

Bereits am Samstag, 20. Juni, treffen sich Schwestern und Ärzte zu ihrer Veranstaltung, auf der ebenfalls Aspekte der Behandlung und Pflege an Leukämie Erkrankter diskutiert werden.

Für weitere Informationen: Klinik für Hämatologie, Onkologie und Klinische Immunologie der Heinrich-Heine-Universität, Tel. 0211-81-17720.

Autor/in: Rolf Willhardt / Klaus-Peter Thiele
Kategorie/n: Pressemeldungen