Die Isotopenanalyse macht's möglich: die Bestimmung des Alkohols im Wein läßt sogar Rückschlüsse auf das Anbaugebiet und den Jahrgang zu. "Stabile Isotope", lautet das Rahmenthema des Symposiums, das vom 5. bis 7. Oktober in der Heinrich-Heine-Universität stattfindet. Die Tagungsleitung hat Prof. Dr. Peter Schadewaldt (Diabetes-Forschungsinstitut), erwartet werden über 100 Wissenschaftler. Der Schwerpunkt des Symposiums liegt im Bereich der Medizin, weitere Gebiete sind die Ernährungswissenschaften, die Ökologie und Okötoxikologie sowie die Biochemie.
Bei vielen Bioelementen (z. B. Kohlenstoff, Stickstoff, Sauerstoff) gibt es neben dem Hauptisotop geringe Mengen stabiler Nebenisotope. Das Verhältnis von Haupt- und Nebenisotop kann mit modernen Methoden (Massenspektrometrie) äußerst genau analysiert werden.
Der Einsatz sg. "stabiler Isotopen" ist ohne Risiken für Umwelt und Gesundheit möglich, d.h. eine Methode ohne Strahlenbelastung. Daher eignen sie sich besonders für ökologische und medizinische Untersuchungen. In der Ökologie kann zum Beispiel die Herkunft von Verschmutzungen des Grundwassers durch Stick- und Schwefeloxid festgestellt werden. Ernährungswissenschaftler nutzen diese Verfahren zur Identifizierung von Nahrungsmitteln. Eine Isotopenanalyse des Alkohols im Wein wird bei dem Verdacht auf Panscherei angewandt.
In der Medizin werden stabile Isotopen bei Atemtests verwendet, etwa zur Diagnose von Helicobacter pylori, einem Bakterium, das an der Entstehung von Magengeschwüren beteiligt ist.
Düsseldorfer Wissenschaftler aus dem Diabetes Forschungsinstitut und der Kinderklinik der Heinrich-Heine-Universität bearbeiten schwerpunktmäßig die Entwicklung von Verfahren zur Früherkennung von Stoffwechselstörungen wie Adipositas und Diabetes. Außerdem entwickeln sie therapeutisch nutzbare Messungen bei Kindern mit angeborenen Stoffwechselstörungen wie der Ahorn-Sirup-Krankheit und Galaktosämie.
Für weitere Informationen: Prof. Dr. Peter Schadewaldt, Diabetes Forschungsinstitut an der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf, Abtlg. Klinische Biochemie,Tel. 0211-3382-537/8
Symposium 'Stabile Isotope' Methode ohne Risiko
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