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DFG-Förderung für ein Forschungsprojekt zur GeSoLei
Mikrokosmos Demokratie

Im Jahr 1926 fand mit 7,5 Millionen Besuchern in Düsseldorf die größte Ausstellung der Weimarer Republik statt: die „GeSoLei“, also die „Große Ausstellung für Gesundheitspflege, soziale Fürsorge und Leibesübungen“. Nun erforschen drei Wissenschaftler der Heinrich-Heine-Universität in dem Forschungsprojekt „Demokratische Gesellschaft ausgestellt? Die GeSoLei als Mikrokosmos der Weimarer Republik“ die Schau im Hinblick auf die ausgestellten Demokratiekonzepte. Die Deutsche Forschungsgemeinschaft fördert das Projekt mit rund 600.000 Euro.

Unter der Leitung von PD Dr. Matthis Krischel (Institut für Geschichte, Theorie und Ethik der Medizin und Centre for Health and Society), Prof. Dr. Stefanie Michels aus der Abteilung Globalgeschichte am Institut für Geschichtswissenschaften und Prof. Dr. Jürgen Wiener vom Institut für Kunstgeschichte wird untersucht, inwiefern die GeSoLei repräsentativ für die Weimarer Republik war. Die Ausstellung bot zahlreiche Präsentationen zu den Bereichen Wissenschaft, Industrie und Kunst sowie einen ausgedehnten Vergnügungs- und Konsumbereich, der auch den „Glamour“ der 1920er Jahre spiegelte. Die Dauerbauten der GeSoLei prägen das Düsseldorfer Stadtbild bis heute, darunter besonders prominent das Ehrenhof-Ensemble am Rheinufer.

„Wir möchten nachvollziehen, was die GeSoLei mit Gesundheit meinte, wessen Gesundheit sie ins Auge fasste“, so PD Dr. Matthis Krischel, einer der Forscher. „Es gab etwa Ausstellungen zu Tropenmedizin und Frauenmedizin, aber auch eine Völkerschau. Uns interessiert, wie das damalige Gedankengut in der Ausstellung präsentiert wurde.“

Die Forschungsergebnisse der Projektarbeitsgruppe werden deshalb (nicht nur) 2026, im Jahr des 100. Jubiläums der GeSoLei, der breiten Öffentlichkeit von Stadt und Region in unterschiedlichen Formaten vorgestellt.

 

Kategorie/n: Schlagzeilen, Pressemeldungen