In Anwesenheit von NRW-Wissenschaftsministerin Anke Brunn wurde heute mit einem Festakt die neue Orthopädische Klinik der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf offiziell eingeweiht. Die Orthopädie ist nun im umgebauten, renovierten Südflügel von "Haus Himmelgeist" der ehemaligen Klinik für Innere Medizin und Neurologie untergebracht.
Zur Geschichte: Das "Haus Himmelgeist" war ursprünglich ein städtisches Pflegeheim und wurde in den Jahren 1890 bis 1892 als ein neuer Typ von Pflegeanstalten im Stil der Neogothik mit Elementen der Renaissance erbaut. Es gilt als wichtiges architektonisches Zeugnis der Stadt Düsseldorf vor dem Ersten Weltkrieg.
Planungen für den Umbau reichen bis ins Jahr 1988 zurück, bezogen wurde die Klinik dann am 01.12. 1997. Die Orthopädie hat jetzt eine Nutzfläche von 4.500 Quadratmetern, die Gesamtbaukosten betrugen 67,7 Mio. DM.
Der Umbau von "Haus Himmelgeist", das unter Denkmalschutz steht, bietet im Gegensatz zu einem Neubau den Vorteil einer sehr persönlichen, freundlichen Atmosphäre. Enstanden sind: drei Stationen mit jeweils 30 Betten; ein Operationstrakt mit drei Operationssälen und einem Aufwachraum; eine Röntgenabteilung mit zwei Untersuchungsplätzen; ein großzügiger Ambulanzbereich mit fünf Untersuchungsräumen sowie eine eigene Abteilung für physikalische Therapie.
Die Patienten liegen in großen, hellen Krankenzimmern, die mit einer Naßzelle ausgestattet sind. Die Station OR 1 verfügt über drei Mutter-Kind-Einheiten und drei separate Säuglingszimmer. Jede Station hat eine Leitstelle, ein Arztdienstzimmer mit separatem Behandlungszimmer, einen Raum für physiotherapeutische sowie einen weiteren für ergotherapeutische Behandlungen. Die gesamte Klinik ist hochmodern EDV- und computervernetzt. Sie verfügt über ein digitales Röntgensystem.
Die oberste Etage gilt als selbständiger Funktionsbereich. Hier finden sich die Räume der Klinikleitung (Direktor: Prof. Dr. Klaus-Peter Schulitz), das Konferenzzimmer, eine Bibliothek sowie die Forschungsräume der ärztlichen Mitarbeiter.
In der neuen Klinik erfolgt die stationäre Zuordnung der Patienten krankheitsbezogen. Die Station OR 1 behandelt Patienten mit Wirbelsäulenleiden sowie Säuglinge, Kinder und Jugendliche bis zum Alter von 18 Jahren. Die Station OR 2 beherbergt Patienten, die zur endoprothetischen Versorgung stationär eingewiesen werden sowie Patienten mit rheumatischen Handerkrankungen. Die Station OR 3 hat als Schwerpunkt die orthopädische Onkologie, die Sporttraumatologie und die arthroskopische Chirurgie.
Festakt: Orthopädische Klinik eingeweiht
Kategorie/n:
Pressemeldungen