Postdocs leisten mit ihrer wissenschaftlichen Arbeit einen wichtigen Beitrag zu Forschung, Lehre und Innovation. Die Hochschulleitung will das Planen und Strukturieren dieser wichtigen Karrierephase noch stärker unterstützen.
Der partizipative Prozess läuft online, begleitet vom Düsseldorfer Institut für Internet und Demokratie (DIID). Geleitet wird er vom Junior Scientist and International Researcher Center (JUNO). Über eine Online-Plattform können alle mitdiskutieren und gemeinsam einen Kodex entwickeln. In einer ersten Phase dreht sich der Austausch um 15 Thesen, die als Paragraphen in den Postdoc-Leitlinien auftauchen könnten.
„Alle, die mitmachen, können diese Thesen kommentieren, auf andere Kommentare reagieren und antworten. Zudem sind weitere Thesen möglich – sofern sie machbar sind“, sagt Rektorin Prof. Dr. Anja Steinbeck. „Klar ist, dass wir nicht alles, auch wenn es vielleicht wünschenswert ist, kodifizieren können.“
Mehrere Schritte
Die erste Diskussionsphase soll drei Wochen laufen. Danach gehen die gesammelten Kommentare und Thesen an einen Beirat, in dem alle Fakultäten vertreten sind und eine Gruppe von Postdocs. Eine konsolidierte Fassung entsteht, die dann in einer zweiten Phase online bewertetet wird, um ein Stimmungsbild zu bekommen. Kommentare sind weiterhin möglich. Zudem werden Maßnahmen vorgestellt, die das Umsetzen der Leitlinien unterstützen. Auch diese lassen sich bewerten, kommentieren oder um weitere ergänzen.
Danach tritt der Beirat erneut zusammen und bereitet eine konsolidierte Fassung der Leitlinien und der Maßnahmen vor. Das Rektorat prüft diese und fasst dann einen Beschluss darüber, der die Postdoc-Leitlinien empfiehlt. Sowohl Postdocs als auch Professorinnen und Professoren werden aufgefordert, die gemeinsam entwickelten HHU-Postdoc-Leitlinien einzuhalten. Die flankierenden Maßnahmen sollen zeitnah implementiert werden.
„Wir wollen das bestmögliche Arbeitsumfeld für unsere Postdocs schaffen und Herausforderungen gemeinsam angehen“, unterstreicht Anja Steinbeck. „Wir versprechen uns von diesem Diskurs zum einen eine Qualitätssicherung für diese Karrierephase und möchten zum anderen Postdocs unterstützen und fördern, damit sie frühzeitig reflektierte Karriereentscheidungen treffen können.“
Alle sind herzlich eingeladen, sich an diesem Prozess kritisch und kreativ zu beteiligen. Dem Rektorat liegt am Herzen, die wissenschaftliche Gemeinschaft auf dem Campus zu stärken, damit die HHU ein attraktiver Forschungsstandort bleibt. Alle Informationen zum Abstimmungsprozess und die Möglichkeit, sich zu beteiligen – auf der Partizipationsplattform des DIID.