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Wirtschaftswissenschaften:
Preis für beste Dissertation geteilt

Dr. Walter Schmitting und Dr. Bernard Vogl teilen sich den mit 10.000 Mark dotierten Preis der Düsseldorfer Goethe-Buchhandlung für die beste Dissertation 1998 der Wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät. Heute wurde ihnen die Auszeichnung von Prorektor Prof. Dr. Emmeran Gams überreicht.

Dr. Walter Schmitting und Dr. Bernard Vogl teilen sich den mit 10.000 Mark dotierten Preis der Düsseldorfer Goethe-Buchhandlung für die beste Dissertation 1998 der Wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät.

Pressebild
Prorektor Prof. Dr. Emmeran Gams, Dr. Walter Schmitting, Dr. Bernard Vogl und Wolfgang Teubig (v.l.n.r.)
Foto: Thorsten Lemanski

Dr. Walter Schmitting wurde 1965 in Detmold geboren und begann nach einer Ausbildung zum Bankkaufmann ein Studium der Wirtschaftswissenschaften/Betriebswirtschaftslehre in Münster. Nach dem Diplom 1992 begann er in Düsseldorf ein Promotionsstudium an der Wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät, deren World-Wide-Web-Angebot er aufbaute. Seine Doktorarbeit trägt den Titel "Das Traveling-Salesman-Problem - Anwendungen und heuristische Nutzung von Voronoi-/Delaunay-Strukturen zur Lösung euklidischer, zweidimensionaler Traveling-Salesman-Probleme". Das "Traveling-Salesman-Problem" (synonym Rundreiseproblem) behandelt die Frage, wie ein Handlungsreisender die Route zwischen allen Städten, die er besuchen soll, am kürzesten organisiert. Ein besonderer Reiz des Problems liegt darin, daß es nach dem derzeitigen Kenntnisstand der Mathematik als nicht effizient optimal lösbar gilt. Auch viele Bereiche der Produktion sind von der Frage betroffen, etwa bei der optimalen Maschinenausnutzung. Doktorvater der Arbeit ist Prof. Dr. Wolfgang Berens, Lehrstuhl für Betriebswirtschaftslehre, insbesondere Controlling.

Dr. Bernard Vogl wurde 1964 in Frankfurt/Main geboren. Er studierte in Duisburg (Wirtschaftswissenschaften, Betriebswirtschaftslehre) und Canterbury (Volkswirtschaftslehre). 1992 schloß er in Duisburg mit dem Diplom ab. Danach war er Wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Forschungsstelle für Europäische Wirtschaftsbeziehungen an der Düsseldorfer Universität, an der Universität Manchester und seit 1995 am Fachgebiet Volkswirtschaftslehre der Heinrich-Heine-Universität, wo er 1993 ein Promotiumsstudium begonnen hatte. Seine preisgekrönte Arbeit trägt den Titel "Financial Structure and European Monetary Union: A Comparative Study of the German and British Financial Structures".

Sie untersucht, ob Unterschiede zwischen den Finanzstrukturen des britischen und deutschen Unternehmenssektors zu unterschiedlichem wirtschaftlichen Verhalten führen. Dr. Vogl zeigt u.a. auf, daß die Beziehungen zwischen den Banken und Unternehmen in Deutschland enger und komplexer sind als in Großbritannien. Dies führt dazu, daß in der Bundesrepublik Bankkredite als Finanzierungsinstrument eine wichtigere Rolle spielen als in England. Auch der Einfluß der Banken und Arbeitnehmer ist in Deutschland größer. Als Fazit hält Dr. Vogls Arbeit fest, daß Störungen für eine Währungsunion durch Unterschiede in den Finanzstrukturen beider Länder wahrscheinlich nur von kurzer Dauer sein werden.

Doktorvater ist Prof. Dr. Heinz-Dieter Smeets, Lehrstuhl für Volkswirtschaftslehre.

Autor/in: Rolf Willhardt
Kategorie/n: Pressemeldungen