
Bei der Ernennung (v.l.n.r.): Rektor Prof. Dr. Gert Kaiser, Prof. Dr. Karin Böhme-Dürr, Prof. Dr. Johannes Laudage und die Dekanin der Philosophischen Fakultät, Prof. Dr. Vittoria Borso.
Foto: Gelpke
Professor Dr. Johannes Laudage erhielt heute seine Ernennungsurkunde von Rektor Prof. Dr. Gert Kaiser als C4-Professor für Mittelalterliche Geschichte.
Der neue Lehrstuhlinhaber ist begeisterter Mediävist und engagierter Familienvater (fünf Kinder, vier Bücher). Er wurde 1959 in Menden (Sauerland) geboren und wuchs anschließend in der Umgebung von Düsseldorf auf. Dennoch zog es ihn 1977 nach Köln und Bonn, wo er die Fächer Geschichte, Katholische Theologie und Historische Hilfswissenschaften studierte.
Köln blieb auch in den folgenden Jahren seine Heimatuniversität. Hier wurde er 1983 mit einer Arbeit zu dem Thema "Priesterbild und Reformpapsttum im 11. Jahrhundert" zum Dr. phil. promoviert, hier habilitierte er sich 1990 mit einer Schrift über "Alexander III. und Friedrich Barbarossa", und hier war er von 1982 bis 1996 als Wissenschaftlicher Mitarbeiter, Oberassistent und Hochschuldozent tätig. Nach und nach entstanden so zwei Bücher zur Gregorianischen Reform und zum Investiturstreit sowie eine Reihe von Aufsätzen, die sich mit Einzelproblemen aus der Geschichte des 9. bis 15. Jahrhunderts beschäftigten.
1993 begannen dann die Wanderjahre. Insgesamt sechs auswärtige Lehrstuhlvertretungen führten den überzeugten Pfeifenraucher nach Mainz, Braunschweig, Heidelberg, Bonn und München, wo er die Fächer Mittelalterliche Geschichte, Landesgeschichte und Historische Hilfswissenschaften vertrat. Seine wissenschaftlichen Schwerpunkte lagen dabei hauptsächlich in der Erforschung der Ottonen-, Salier- und Stauferzeit sowie der Geschichte Italiens im Hochmittelalter.
Zur Zeit arbeitet er an einer Biographie Ottos des Großen und einem Projekt zu den "Deutungsschemata und Vorstellungen vom Menschen in der Karolingerzeit". In den folgenden Jahren möchte er sich im Rahmen eines interdisziplinären Arbeitskreises vor allem auf die Erforschung der mittelalterlichen Historiographie konzentrieren. Das Düsseldorfer "Forschungsinstitut für Mitttelalter und Renaissance" bietet hierfür ideale Voraussetzungen. Im Wirkverbund mit den mediävistischen Nachbarfächern soll deshalb ein neues Großprojekt entstehen, das dem Spannungsfeld von Faktizität und Fiktionalität in allen Formen historischer Darstellung gewidmet ist.
Mittelalterliche Geschichte Prof. Dr. Johannes Laudage heute ernannt
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