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Prof. Dr. Jürgen Uhlenbusch erhielt Verdienstkreuz

Heute wurde Prof. Dr. Jürgen Uhlenbusch (Geschäftsführender Leiter des Instituts für Laser- und Plasmaphysik der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf sowie Direktor des Instituts für Plasmaphysik des Forschungszentrums Jülich) mit dem Verdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland ausgezeichnet. Überreicht wurde die Ehrung durch den Rektor der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf, Prof.Dr. Gert Kaiser.

Heute wurde Prof. Dr. Jürgen Uhlenbusch (Geschäftsführender Leiter des Instituts für Laser- und Plasmaphysik der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf sowie Direktor des Instituts für Plasmaphysik des Forschungszentrums Jülich) mit dem Verdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland ausgezeichnet. Überreicht wurde die Ehrung durch den Rektor der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf, Prof.Dr. Gert Kaiser.

Prof. Uhlenbusch, am 02.02.1936 in Eitorf / Harmonie geboren, schloß sein Studium der Physik 1962 in Aachen mit der Promotion ab. Sein weiterer wissenschaftlicher Werdegang war zunächst eng mit der RWTH Aachen verknüpft. So erhielt er dort im Jahre 1966 eine Dozentur für Plasmaphysik, drei Jahre später wurde ihm die Rechtsstellung und Bezeichnung eines apl. Professors verliehen. Nach der Ernennung zum wissenschaftlichen Rat und Professor im Jahre 1971 erfolgte ein Jahr später der Ruf an das Physikalische Institut II der Universität Düsseldorf und die Ernennung zum ordentlichen Professor.

Der akademische Lehrer und Forscher Uhlenbusch hat sich durch zahlreiche wissenschaftliche Arbeiten einen Namen gemacht.

Zu seinen Forschungsaktivitäten gehören im wesentlichen:

  • Die Entwicklung spezieller Lasersysteme mit dem Ziel, sie zur Plasmadiagnostik, Plasmaerzeugung und Materialbearbeitung einzusetzen.
  • Experimentelle und theoretische Arbeiten zur kontrollierten Kernfusion in sog. Tokamak-Entladungen mit dem Schwerpunkt Plasma-Wand-Wechselwirkung.
  • Studium verschiedener Entladungstypen mit der Zielsetzung, ihre charakteristischen Eigenschaften aus den Erhaltungssätzen zu verstehen.
  • Plasmatechnologische und plasmachemische Untersuchungen insbesondere an Mikrowellenentladungen.



Seine rege Forschungsarbeit ist in ca. 200 Publikationen und mehreren Buchbeiträgen dokumentiert.

Zusätzlich zu seiner hauptamtlichen Tätigkeit übernahm Prof. Uhlenbusch an der Heinrich-Heine-Universität wesentliche Funktionen im Rahmen der universitären Selbstverwaltung: 1980 - 1981 Dekan der Mathematisch-Naturwissenschaftlichen Fakultät 1981 - 1982 Prodekan der Mathematisch-Naturwissenschaftlichen Fakultät 1985 - 1995 Prorektor für Forschung und wissenschaftlichen Nachwuchs

Als Vorsitzender der Kommission für das Universitätsrechenzentrum war er maßgeblich am Aufbau des DV-Versorgungssystems der Universität beteiligt.

In der Ausübung dieser Funktionen ist es Prof. Uhlenbusch immer wieder gelungen, sowohl durch seine Sachkompetenz als auch durch seine Fähigkeit konsensorientiert zu wirken, divergierende Interessen der Gruppen auszugleich.

Neben den Aufgaben im Rahmen der universitären Selbstverwaltung fand er immer die Zeit, zusätzliche Ehrenämter zu übernehmen. So war er von 1971 bis 1977 Gründungs- und Vorstandsmitglied der "Gesellschaft zur Förderung von Grundlagen der Anwendung von mathematisch-naturwissenschaftlichen Methoden auf andere Sachgebiete e.V.". Seit 1978 Mitglied des wissenschaftlich-technischen Rates des Forschungszentrums Jülich GmbH, WTR. Seit 1981 Ständiges Mitglied des "Kuratoriums für die Tagung der Nobelpreisträger in Lindau e.V." Seit 1981 Vorstandsmitglied der Sonderforschungsbereiche 161 und 192 Plasmaphysik Bochum, Düsseldorf, Essen, Jülich Seit 1986 Vorstandsmitglied der Arbeitsgemeinschaft Plasmaphysik Seit 1991 Beirat des Instituts für Schicht- und Ionentechnik des Forschungszentrums Jülich GmbH Seit 1992 Beirat des Materialforschungsprogramms des Forschungszentrums Jülich GmbH Seit 1994 Mitglied des Beirats der "Arbeitsgemeinschaft Elektrochemischer Forschungsinstitutionen e.V. (AGEF)"

Darüber hinaus ist Prof. Uhlenbusch Mitglied in den Fachverbänden der Deutschen Physikalischen Gesellschaft (DPG) und der Deutschen Gesellschaft für Plasmatechnik (DGPT).

Als ständiges Mitglied des Kuratoriums der "Anton-Betz-Stiftung der Rheinischen Post e.V." ist er seit 1987 als erfolgreicher Mittler zwischen Universität und Wirtschaft bemüht, sich für die ideelle und materielle Förderung der Forschung einzusetzen. Seine ganz spezielle Verbundenheit mit Düsseldorf drückt sich darüber hinaus in der Mitgliedschaft im Heimatverein "Düsseldorfer Jonges" aus.

Schon frühzeitig hat sich Prof. Uhlenbusch auch in den neuen Bundesländern engagiert. So war er tätig für den Wissenschaftsrat bei der Evaluierung folgender Einrichtungen in der ehemaligen DDR:

  • Physikalisch Technisches Institut in Jena
  • Zentralinstitut für Elektrophysik in Greifswald
  • Institut für Elektrophysik in Ost-Berlin



Nicht erst seit seiner Funktion als Extraordinarius an der TH Eindhoven in den Jahren 1981 - 1985 ist Professor Uhlenbusch an regen Kontakten mit dem Ausland interessiert, was sich besonders in der wissenschaftlichen Zusammenarbeit mit Polen, Ägypten und China zeigt.

Das persönliche Engagement im Rahmen der universitären Selbstverwaltung, seine wissenschaftlichen Aktivitäten und nicht zuletzt seine vielen ehrenamtlichen Tätigkeiten, die er oft genug nur unter Zurückstellung der eigenen Interessen leisten konnte, waren Anlaß für die Ordensverleihung.

Kategorie/n: Pressemeldungen