"Das Gigabit-Wissenschaftsnetz G-WiN wird im Frühjahr 2000 betriebsbereit zur Verfügung stehen und das derzeitige Breitbandnetz B-WiN ablösen." Diese Information gab Prof. Jan Knop, Direktor des Universitätsrechenzentrums, nachdem vom Verein zur Förderung eines Deutschen Forschungsnetzes (DFN-Verein), der Abschluß eines entsprechenden Vertrages mit der Deutschen Telekom AG und der Deutschen Telekom Systemlösungen GmbH am 19. Oktober 1999 bekannt gegeben wurde.
Dieses Gigabit-Wissenschaftsnetz, G-WiN abgekürzt, bildet für die Heinrich-Heine-Universität wie für die anderen Hochschulen des Landes und der Bundesrepublik die Grundlage, mittels modernster Glasfasertechnologie der Wissenschaft und Forschung ein weitgefächertes Angebot mit globaler Konnektivität zum Internet bereitzustellen. Auch dient das G-WiN dazu, innovative Anwendungen der rechnergestützten Kommunikation zu entwickeln und zu erproben, um Qualität und Effizienz der Wissenschaft zu verbessern. Gleichzeitig dient das G-WiN als Infrastruktur für die Kommunikation und Information von Lehre und Forschung.
Das G-WiN soll in erster Linie innovative Anwendungen multimedialer Wissenschaftskommunikation unterstützen. Neue, im G-WiN erprobte Nutzungsformen, werden später in der einen oder anderen Form im wirtschaftlichen Umfeld eingesetzt werden. Schlagworte für neue Anwendungen sind u. a. Metacomputing, Visualisierung, Virtual Reality oder TeleTeaching. So können z.B. Studenten Form, Inhalt und Zeitpunkt ihres Unterrichtes selbst festlegen, in dem sie sich von Multimedia-Servern audio-visuelles Material zusammenstellen, dieses abrufen oder sich in laufende "virtuelle" Seminare über das Netz einschalten und in Wort-, Bild- oder Schriftform mitarbeiten. Durch die Verbindung von Supercomputern über superschnelle Netze wie das G-WiN können unterschiedliche Rechnerarchitekturen Zwischenergebnisse austauschen (Metacomputing). Damit können komplexe Simulationsrechnungen interaktiv gesteuert werden, wobei über Bilddarstellungen (Visualisierung) die Interaktion unterstützt wird. Teilnehmer am G-WiN können in virtuelle Umgebungen versetzt werden - zur Einübung komplizierter Handgriffe, z.B. bei Operationen, zum Training in Ausbildungssituationen bis hin zur Konferenz in virtuellen Tagungsräumen (Virtual Reality).
Die Heinrich-Heine-Universität wird mit einer Bandbreite von 155 Mb/s am G-WiN teilhaben, gegenüber derzeit 22 Mb/s-Anschluß an das Breitbandwissenschaftsnetz B-WiN, d.h. eine Verbesserung um den Faktor 8.
Gigabit-Wissenschaftsnetz: Qualität und Effizienz entscheidend verbessert
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