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Rekordzahlen in der Blutspendezentrale
Spenderblut weiter dringend benötigt

Rekord in der Blutspendezentrale des Universitätsklinikums: Im Vergleich zum Vorjahr ist bis Mitte Oktober 1997 die Zahl der Blutspenden um über 7.000 auf knapp 26.500 angestiegen.

Rekord in der Blutspendezentrale des Universitätsklinikums: Im Vergleich zum Vorjahr ist bis Mitte Oktober 1997 die Zahl der Blutspenden um über 7.000 auf knapp 26.500 angestiegen.

Die Rate der Vollblutspenden nahm im Vergleich zum Vorjahreszeitraum sogar um über 48 Prozent zu. In den vergangenen neun Monaten wurden rund 54.000 Blutkonserven in der Transfusionszentrale des Universitätsklinikums produziert.

Über 3.300 neue Freiwillige kamen in diesem Jahr zur Blutspende. Grund für die Erfolgsbilanz: Die Aufrufe der Uni-Blutspendezentrale in den Straßenbahnen und Bussen der Rheinbahn, bei der Bereitschaftspolizei Düsseldorf und den Hörern der lokalen Radiosender.

Doch trotz der gewachsenen Bereitschaft der Bevölkerung zum Blutspenden wird weiter Blut dringend benötigt. Denn der Bedarf an Blutpräparaten in den verschiedenen Abteilungen des Uniklinikums steigt stetig. Besonders viel Blut wird für die Behandlung krebskranker Kinder und Erwachsener bei intensiver Chemotherapie oder bei der Knochenmarktransplantation gebraucht. Um Versorgungsengpässe während der nächsten Wochen zu vermeiden, ruft die Uni-Blutspendezentrale schon jetzt dazu auf, gerade in der kommenden Vorweihnachtszeit an kranke Mitmenschen zu denken und für sie Blut zu spenden.

Für die Versorgung der Patienten mit dem "lebensrettenden Saft" werden allein im Klinikum der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf Woche für Woche mindestens 700 Blutspenden benötigt. Aus diesem Blut können zwischen 1.300 und 1.500 einzelne Blutpräparate hergestellt werden. Hierbei handelt es sich um Erythrozytenkonserven, gerinnungsaktives Frischplasma und um Thrombozytenkonzentrate. Thrombozyten (Blutplättchen) sind für die Blutstillung lebenswichtig.

Zahlreiche moderne medizinische Behandlungsmethoden sind nur mit entsprechender Gabe von Blut und Blutbestandteilen in größerem Umfang möglich. Viele Patienten müßten sterben ohne begleitende Transfusionen. Daher steigt der Bedarf an Spenderblut, woraus die Blutspendezentrale "maßgeschneidert" für die jeweiligen Patienten Blut und Blutpräparate herstellt. Ein Beispiel: Kinder und Erwachsene mit Leukämie oder Lymphknotenkrebs können mittlerweile in bis zu 80 Prozent der Fälle geheilt werden - eine vor Jahren noch unvorstellbar hohe Rate! Möglich wird dieser Erfolg durch wiederholte Chemotherapie und Knochenmarktransplantation. Die dafür erforderlichen Medikamente setzen jedoch die körpereigene Blutbildung über Wochen, zum Teil sogar über Monate hinweg außer Kraft. Es gibt nur eine Möglichkeit, diese kritische Phase zu überleben: Ständige Gabe von Blutprodukten wie Erythrozytenkonserven und Thrombozytenkonzentraten. Nur so können lebenswichtige Körperfunktionen wie Sauerstoffversorgung und Blutstillung aufrechterhalten werden.

Die Uni-Blutspendezentrale sucht weitere 6.000 Spendefreiwillige. Blutspenden kann jeder Gesunde zwischen 18 und 68 Jahren. Öffnungszeiten: Montag bis Freitag von 7 bis 12 Uhr Dienstag und Donnerstag von 14 bis 18 Uhr.

Zur Blutspende bitte einen amtlichen Ausweis mitbringen! Für weitere Informationen ist für Interessierte ein Info-Telefon unter 0211/811-8558 eingerichtet.

Autor/in: Bärbel Broer
Kategorie/n: Pressemeldungen