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Aktuelle Ausgabe
Unimagazin folgt der gehetzten Demokratie

Sie ist eine der größten weltweit: die Thomas-Mann-Sammlung der Universitäts- und Landesbibliothek (ULB). Dokumentiert wird nicht nur die Geschichte des Schriftstellers, sondern auch ein Leben mit vielen Umbrüchen. Was können uns die Aussagen des Literaten heute über unsere mitunter atemlose, gar gehetzte Demokratie erzählen? Dem spürt das frisch gedruckte Magazin der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf (HHU) nach. Es beschreibt den Appell an die Vernunft, untersucht Parallelen zu aktuellen Entwicklungen und benennt Unterschiede. Sich nicht hetzen zu lassen – das ist auch eine Empfehlung für die Lektüre des Heftes.

Ein gedrucktes Magazin liegt auf den Zweigen eines geschmückten Tannenbaumes. Zoom

Das soeben erschienene Magazin der HHU verbindet Thomas Mann und Demokratie und ermöglicht – nicht nur als weihnachtliche Lektüre – Einblicke in die aktuelle Forschung.

Überblick über weitere Inhalte
Eine Mammutaufgabe: die Ernährung der wachsenden Weltbevölkerung langfristig zu sichern. Damit dies gelingt, muss die Nahrungsmittelproduktion nachhaltig gestaltet werden. Seit 2012 wird am CEPLAS (Cluster of Excellence on Plant Sciences) erforscht, wie Nutzpflanzen sich an widrige Umweltbedingungen anpassen können. Nun geht der Exzellenzcluster „SMARTe Pflanzen in Dynamischen Umwelten“ in die dritte Förderrunde in der Exzellenzstrategie des Bundes und der Länder. Was in den kommenden sieben Jahren untersucht wird, erklärt ein weiterer Artikel.

Haltung zeigen lässt sich auch im täglichen Verhalten. Welche Produkte landen noch im Einkaufswagen und welche nicht? Was das mit politisch, ökologisch oder ethisch begründeten Entscheidungen zu tun hat, haben die Sozialwissenschaften untersucht. Besonders ist das von der Bürgeruniversität geförderte Citizen-Science-Projekt „Politischer Konsum im Alltag“ insofern, dass die beteiligten Bürgerinnen und Bürger u.a. die Art der Fragen beeinflussen und persönliche Blickwinkel einbringen können.

Shinrin Yoku, Sashiko oder Kintsugi klingt wesentlich angesagter als Spazierengehen im Wald, ein Loch stopfen oder zerbrochene Teller kleben. Manche Alltagspraktiken bekommen derzeit fancy japanische Bezeichnungen und werden idealisiert. Dabei sind die Begriffe teilweise in Japan gar nicht bekannt oder haben einen (deutschen) Ursprung. Ein Beitrag schaut genau auf diese Japanbegeisterung und lässt Lesende mitunter schmunzeln.

Gleichgeschlechtliche Elternschaften, Patchwork-Familien, Regenbogen- und Co-Parenting-Modelle sowie Leihmutterschaft. Die Familie von heute ist vielfältiger als je zuvor. Jedoch basiert das geltende Abstammungsrecht im Bürgerlichen Gesetzbuch (BGB) im Kern auf Regelungen der 1990er Jahre. Neuere Entwicklungen sollen nun einbezogen werden – in einer Reform, die vornehmlich das Kindeswohl als zentralen Maßstab in den Mittelpunkt für die rechtliche Eltern-Kind-Zuordnung stellt.

Medizinische Forschung 
Wenn das Herz aufhört zu schlagen, stirbt das Lebewesen. Deshalb gilt es, dieses lebenswichtige Organ umfassend zu schützen. Mithilfe von Magnetresonanztomografen (MRT) schaut ein interdisziplinäres Team dem Herzen bei der Arbeit zu. Unter anderem werden dabei entzündliche Prozesse erforscht und neue Verfahren entwickelt.

Endometriose – bis vor ein paar Jahren war über die gutartige hormonelle, schmerzhafte Erkrankung wenig bekannt. Dabei ist davon etwa jede vierte Frau vor den Wechseljahren davon betroffen. Ein interdisziplinäres Forschungsteam an HHU und am Universitätsklinikum Düsseldorf möchte das ändern und die Endometriose künftig besser verstehen.

Wer das Magazin in gedruckter Form erhalten möchte, kann es im SSC abholen oder schickt einfach eine E-Mail und die individuelle Anschrift an kommunikation@hhu.de

Die neue Ausgabe als PDF

Autor/in: Redaktion/KK
Kategorie/n: INTRANET News, Schlagzeilen