Zum Inhalt springen Zur Suche springen

'Seidenstern' in der Kinderklinik
Variete und Schminkaktion BR für die kleinen Patienten

Vorhang auf im Foyer der Kinderklinik: Das Variete "Seidenstern" entzündete vor den kleinen Patienten und ihren Familien ein Feuerwerk artistischer Glanzleistungen.

Pressebild
Der neunjährige David wird mit Pinsel und Farbe vom Visagisten Ingo Paul in ein märchenhaftes Fabelwesen verwandelt.
Fotos: Manfred Gelpke

"Tolles Programm", das war einhellige Meinung der kleinen Patienten, die am Freitag gemeinsam mit Eltern und Geschwistern die Vorstellung des Varietes "Seidenstern" miterlebten. Zuvor hatten die Knirpse Gelegenheit, sich von einem professionellen Visagisten schminken zu lassen. Mit Schminke, Wasserfarben und Pinsel verwandelte Ingo Paul die elfjährige Sandra, den neun Jahre alten David ("eigenlich bin ich fast zehn") und viele andere Kinder in Clowns, Löwen oder Fabelwesen, die der Phantasie des Maskenbilders entsprungen waren.

Nach der Begrüßung der Gäste durch Theaterdirektor Thorsten Kalmutzke, eröffnete Conferencier Philip Simon, der mit seinem holländischen Akzent sein Publikum sofort im Griff hatte, das Programm. Das Duo Shkuratko aus der Ukraine begeisterte mit temperamentvollen Balance-Akts, auch wenn die Deckenhöhe der Klinik nicht die gewohnte Kopffreiheit bieten konnte. Nach einer Clown-Nummer stand auch gleich der Höhepunkt der Show auf dem Programm: das Duo Grey Arrow. Einmalig auf der Welt zerschießt Alain Catalan seiner Partnerin mal einen dicht am Körper plazierten Luftballon, im nächsten Moment die Glut einer brennenden Zigarette, die Catherine zwischen den Lippen hält. Und dabei zuckt sie nicht einmal mit der Wimper. Die Einmaligkeit dieser Darbietung liegt darin, daß Alain eine "echte" Armbrust benutzt, die ihre Pfeile mit einer Geschwindigkeit von 250 Stundenkilometern in Richtung der mutigen Catherine katapultiert.

Beifallsstürme erntete auch Kristian Kristof, Sohn einer berühmten ungarischen Artistenfamilie und Gentleman-Jongleur der Spitzenklasse. Mit Frack und Zylinder jongliert er mit Hüten und Zigarrenkisten, die er manchmal auffängt, kurz bevor sie den Boden berühren. Lediglich die chinesisch/mongolische Kung-Fu-Nummer wurde dem Publikum vorenthalten, so viel Nervenkitzel wollte man den kleinen Patienten dann doch nicht zumuten.

Mit ihrem kurzweiligen Programm ist es den Künstlern gelungen, den Kindern eine Stunde Abwechslung vom Klinikalltag zu bieten und sie für einen Moment ihre schwere Krankheit vergessen zu lassen.

Autor/in: M.G.
Kategorie/n: Pressemeldungen