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Juristische Fakultät:
Vor fünf Jahren gegründet

"Fünf Jahre mögen kein Grund zum Feiern sein, wenn man Alter als Anlaß zur Festlichkeit nimmt", so Dekan Jan Dirk Olzen in seiner heutigen Festansprache zum Jubiläum. An anderen Universitäten im Lande könne man da auf ganz andere Jahreszahlen verweisen. "Aber wir haben wohl die längste Entstehungsgeschichte einer Juristischen Fakultät." Am 13. Dezember 1994 fand die konstituierende Sitzung der Düsseldorfer Juristischen Fakultät statt, - nach fast 30 Jahren Planungen und Vorüberlegungen.

"Fünf Jahre mögen kein Grund zum Feiern sein, wenn man Alter als Anlaß zur Festlichkeit nimmt", so Dekan Jan Dirk Olzen in seiner Festansprache. An anderen Universitäten im Lande könne man da auf ganz andere Jahreszahlen verweisen. "Aber wir haben wohl die längste Entstehungsgeschichte einer Juristischen Fakultät." Am 13. Dezember 1994 fand die konstituierende Sitzung der Düsseldorfer Juristischen Fakultät statt, - nach fast 30 Jahren Planungen und Vorüberlegungen.

Bereits Mitte der 60er Jahre hatte der damalige NRW-Kultusminister Prof. Dr. Paul Mikat die Idee einer Juristenausaubildung an der 1965 gegründeten Düsseldorfer Universität ins Spiel gebracht. Sie scheiterte an seinem Amtsnachfolger. Auch Versuche in den 70ern, Jura in Düsseldorf, der Wirtschafts- und Verwaltungsmetropole, zu etablieren, waren wenig erfolgreich.

Wirklichkeit wurden die Pläne erst durch eine Initiative des Rektors, Prof. Dr. Gert Kaiser, vom Frühjahr 1991. Die Zeichen standen günstig, breite Unterstützung fand das Vorhaben gerade auch in der Düsseldorfer Rechtspraxis. Bedingung des Ministeriums für die Universität war jedoch, die Mittel weitgehend selbst zu erbringen. So wurde ein Modellversuch als gemeinsamer Studiengang mit der Fernuniversität-Gesamthochschule Hagen konzipiert, die Leitung der Gründungskommission hatte Prof. Mikat, 1992 genehmigte Ministerin Anke Brunn das Projekt. Zum Wintersemester 1992/93 nahmen die ersten 100 Studenten das rechtswissenschaftliche Studium in Düsseldorf auf, die Vorlesungen wurden zunächst von den Hagener Professoren gehalten und dem Düsseldorfer Gründungsbeauftragten, Prof. Dr. Hans Boldt. Sie fanden im Studienhaus am Fürstenwall statt, das die Stadt Düsseldorf zur Verfügung gestellt hatte. Aus Anwaltskanzleien und Verwaltungen in der Landeshauptstadt konnten zahlreiche Lehrbeauftragte gewonnen werden. 1994 erfolgten die ersten Berufungen, Gründungsdekan wurde der Verwaltungsrechtler Prof. Dr. Janbernd Oebbecke. Am 13. Dezember fand die konstituierende Sitzung der Fakultät statt.

Zug um Zug erweiterte sich das Angebot in Düsseldorf. Nach dem Abriß des Studienhauses kam die Fakultät in einem eigenen Neubau auf dem Campus unter, für den jetzt ein zweiter Bauabschnitt geplant ist. Jährlich werden ca. 200 Studierende aufgenommen (ZVS-Verfahren), in diesem Semester sind insgesamt 1198 für das Fach Jura in Düsseldorf eingeschrieben. Ein Studienplatz in der Heinrich-Heine-Universität ist begehrt: in diesem Wintersemester kamen auf 200 Plätze 730 Bewerbungen, Düsseldorf liegt bei angehenden Juristen in der Beliebtheitsskala ganz oben. Auch mehrere Rankings belegen dies, die Studienbedingungen - gerade hinsichtlich der Betreuung und der straffen, praxisnahen Ausbildung - werden als außerordentlich gut bewertet.

Mit Fakultätsgründung wurden von vornherein zahlreiche Auslandskontakte geknüpft. Dekan Olzen: "Unsere Studenten können im europäischen ERASMUS-Programm nach Maastricht, Nanterre, Cergy Pontoise bei Paris und Hull gehen, im Jahr 2000 auch nach Jaen, nicht weit von Granada, ebenso nach Neapel und Danzig. Besonders stolz sind wir auf die gut funktionierende Partnerschaft mit Herzliya in der Nähe von Tel Aviv." Internationalisierung wird groß geschrieben an der Fakultät, es soll z.B. ein Ergänzungsstudiengang "Einführung in das anglo-amerikanische Recht" etabliert werden. Kurz vor dem Abschluß steht die Gründung eines Master-Studiengangs für ausländische Studenten.

Für weitere Informationen:http://www.jura.uni-duesseldorf.de/

Autor/in: Rolf Willhardt
Kategorie/n: Pressemeldungen