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Hygiene-Tagung
Wie gefährlich sind Pestizide?

Jeder kommt mit ihnen in Kontakt. In der Wohnung, im Supermarkt, an öffentlichen Orten wie Bahnhof oder Flughafen: Pestizide. Über Nutzen und Nachteile diskutiert ein Symposium, das vom 28. September bis zum 1. Oktober in der Heinrich-Heine-Universität stattfindet.

Jeder kommt mit ihnen in Kontakt. In der Wohnung, im Supermarkt, an öffentlichen Orten wie Bahnhof oder Flughafen: Pestizide. Weltweit werden jährlich Milliarden für Pflanzenschutzmitteln oder zur Schädlingsbekämpfung ausgegeben. Welche Gefahren bergen Pestizide für die menschliche Gesundheit?

Dies ist die zentrale Frage eines Symposiums, das erstmals auf internationaler Ebene hier nach Antworten sucht. Vom 28. September bis zum 01. Oktober veranstaltet das Institut für Hygiene der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf das "International Symposium on Health Aspects of Environmental and Occupational Pesticide Exposure". Die Tagung wird unterstützt von der Gesellschaft für Hygiene und Umweltmedizin (GHU), der Deutschen Gesellschaft für Hygiene und Mikrobiologie (DGHM) und der Deutschen Gesellschaft für Arbeitsmedizin und Umweltmedizin (DGAUM).

Nach wie vor werden gesundheitliche Schäden durch Pestizide kontrovers diskutiert. Dies betrifft besonders die Belastung durch geringere Konzentrationen, ein Forschungsschwerpunkt des Düsseldorfer Hygiene-Instituts. In der modernen Landwirtschaft, im Gartenbau, im Privathaushalt (Teppichböden): Überall werden wir mit Pestiziden konfrontiert.

Ziel des Symposions ist es, auf internationaler Ebene Fachleute aus den unterschiedlichsten Bereichen zusammenzubringen: 150 Vertreter aus der Arbeits- und der Umweltmedizin, des öffentlichen Gesundheitswesens und der Industrie werden die Risiken der Pestizide diskutieren. Von besonderem Interesse sind dabei sicher die Erfahrungen von Teilnehmern aus Entwicklungsländern.

Zur Sprache kommt auch das "Golf-Krieg-Syndrom", das bei einigen Tausend US-Soldaten zur Invalidität führte: Uniformen waren gegen Ungeziefer mit Pestiziden imprägniert worden und die GIs hatten Gegenmittel für die chemisch-biologische Kriegsführung erhalten. Wie aktuell die Thema von B- und C-Waffen ist, zeigt die politische Entwicklung im Nahen Osten.

Die Vorträge des Symposions befassen sich auch mit dem "Biologischen Monitoring", um die Belastung des Menschen durch Pestizide zu erfassen und mit epidemiologischen Studien. Allgemein geht es um verbesserte Vorbeugung und Kontrolle der Gesundheitsrisiken, die durch Pestizide verursacht werden.

Weitere Informationen sind bei den Organisatoren der Tagung, Dr. Gabriele Leng und Dr. Wolfgang Hadnagy, erhältlich (Tel.0211-81-12607) sowie über das Internet (http://www.uni-duesseldorf.de/WWW/MedFak/Pesticide-Symposium/).

Autor/in: Rolf Willhardt
Kategorie/n: Pressemeldungen