Prof. Dr. Ulli Seegers, Dekanin der Philosophischen Fakultät, eröffnete mit herzlichen Worten die akademische Feierstunde und gratulierte allen Absolventen herzlich zu ihrem Studienabschluss. Ebenso wandte sich Studiendekan Prof. Dr. Frank Meier in seinem Grußwort sehr herzlich an die Examinierten. Er skizzierte die Universität als ein Zuhause mit Begegnungen des menschlichen, kulturellen und geschichtlichen Verstehens, aber auch als einen Raum des lebendigen Denkens und der Auseinandersetzungen mit unterschiedlichen Perspektiven und Deutungen. Mit Hinblick auf derzeitige gesellschaftliche und politische Umbrüche seien diese Fähigkeiten und ein „Denken ohne Geländer“ mehr denn je erforderlich. Die Examinierten gingen in eine Welt hinaus, die lebendiges Denken brauche, „Neugier statt Gewissheit, Offenheit statt Vereinfachung, Verstehen statt schneller Urteile“.
Aus den Reihen der Absolventinnen und Absolventen beeindruckte Clara Sophie Görres, Masterabsolventin im Fach Literaturübersetzen, mit ihrer Ansprache. Auch sie schloss die derzeitigen gesellschaftlich und politisch „wilden Zeiten“ in ihre Rede mit ein. Zeiten, in denen es wichtiger denn je sei, dass die Gesellschaft kritisches Denken nicht verlerne, denn „wo, wenn nicht hier, lernen wir, zwischen Fakt und Fiktion zu unterscheiden, Dystopien zu analysieren und manipulative Erzähltechniken zu entlarven?“. Abseits der geschützten universitären Blase und für eine funktionierende und in ihrer Gänze solidarische, künstlerisch-kreative und vielseitige Gesellschaft, dürfe das kritische Denken nicht abtrainiert werden und die Menschlichkeit, Neugier und Wachsamkeit nicht verloren gehen.
Verleihung von Sonderpreisen für herausragende wissenschaftliche Abschlussarbeiten
Julian Miedl erhielt für „Denken in Figuren – Literatur als Reflexionsmedium in Siegfried Kracauers Ginster“ den Carl-Wambach-Preis der „Heinrich Heine – Carl Wambach Stiftung“ für die sprachlich beste unter den inhaltlich herausragenden Masterarbeiten des Faches Germanistik, überreicht durch Prof. Dr. Stefan Hartmann.
Den Verso-Preis des Vereins der Freunde und Förderer des sozialwissenschaftlichen Instituts für die beste Bachelorarbeit im Institut für Sozialwissenschaften aus dem Jahre 2025 überreichte Prof. Dr. Hartwig Hummel an Lasse Reinhold Scheipers für seine Arbeit zum Thema „Politischer Konsum im Spannungsfeld ideologischer Überzeugungen: Eine empirische Analyse des Einflusses politischer Ideologien auf politisch motivierten Konsum in Deutschland“.
Für ihre Bachelor-Arbeit zum Thema „Feindlicher Medienwahrnehmung vorbeugen: Eine experimentelle Studie zum Einfluss von News Literacy Interventionen auf den Hostile Media Effekt“ wurden Dana Haustein ebenso wie Elena Rathai für ihre Masterarbeit „Retter der Medien und Demokratie oder ein Nischenangebot? Eine Untersuchung der Nutzung konstruktiver Medienangebote in Deutschland“ mit jeweils dem Heinrich-Heine-Journalismus-Preis des Vereins Düsseldorfer Journalisten e.V. geehrt. Überreicht wurden die Preise durch Prof. Dr. Marc Ziegele und Stanley Vitte.
Musikalisch begleitet wurde der Abend durch den Unichor der Heinrich-Heine-Universität unter der Leitung von Silke Löhr, Akademische Musikdirektorin.