Lehrer*innenfortbildung
Zahlen, Quanten, Moleküle
Fortbildung für Lehrer*innen der Mathematisch-Naturwissenschaftlichen Fächer
Die eintägige Fortbildung richtet sich an Lehrer*innen der Mathematisch-Naturwissenschaftlichen Fächer und der Informatik. In zahlreichen Vorträgen geben Professor*innen der Heinriche-Heine-Universität Einblicke in aktuelle Forschungsthemen und berichten über neueste Entwicklungen der Fachrichtungen Biologie, Chemie, Informatik, Mathematik und Physik. Darüber hinaus gibt es ein vielfältiges Workshop-Angebot der Bezirksregierung Düsseldorf, in welchem Fachmoderator*innen kleinere Gruppen praxisnah in aktuelle Arbeitsfelder und Methoden aus dem MINT-Bereich einführen. Die Teilnehmer*innen erhalten Informationen zu Schüler*innen-Wettbewerben und Lehrer*innenforen im MINT-Bereich sowie zu Orientierungsangeboten für Schüler*-innen an der Heinrich-Heine-Universität. Vor, zwischen und nach den Vorträgen bzw. Workshops gib es genügend Gelegenheit für die Teilnehmer*innen sich austauschen, untereinander zu vernetzen und Kontakte zu den Düsseldorfer Hochschullehrer*innen, der Industrie- und Handelskammer Düsseldorf und der Bezirksregierung Düsseldorf aufzubauen und auszubauen.
Die MINT-Tagung ist eine Kooperation der Bezirksregierung Düsseldorf, der IHK zu Düsseldorf und der Heinrich-Heine-Universität.
Die Teilnahme an der Fortbildung ist kostenlos.
Die nächste Mint-Tagung findet am 18.03.2026 statt.
Programm und Ablauf
08:30 - 09:00 Uhr: Registrierung und Empfang (Geb. 24.31; Foyer des Oeconomicum)
09:00 - 09:45 Uhr: Begrüßung durch die Veranstalter*innen (Geb. 25.11, HS 5C)
09:45 - 10:00 Uhr: kleine Pause, Raumwechsel
10:00 - 11:00 Uhr: Zeitslot 1
Veranstaltungsort:
Gebäude 25.11, Hörsaal 5C
Vortragende:
Prof. Dr. Sebastian Fraune, HHU
Korallenriffe gehören zu den artenreichsten Ökosystemen der Erde – und sie stehen unter massivem Druck. Steigende Meerestemperaturen führen weltweit zu Korallenbleichen, bei denen Korallen ihre symbiotischen Algen verlieren und unter Nährstoffmangel sowie oxidativem Stress leiden. Dieses Phänomen bedroht nicht nur ganze Riffökosysteme, sondern macht deutlich, wie empfindlich die Symbiose zwischen Wirtsorganismen und ihren Mikroben gegenüber Umweltveränderungen ist.
Unser Forschungsansatz untersucht, ob mikrobielle Gemeinschaften – das sogenannte Mikrobiom – zur schnellen Anpassungsfähigkeit von Korallen beitragen können. Modellorganismen wie Nematostella vectensis, eine marine Seeanemone, erlauben hier einzigartige Einblicke.
Aktuelle Forschungsdaten zeigen, dass Temperaturveränderungen die Zusammensetzung des Mikrobioms beeinflussen und dass diese mikrobiellen Veränderungen wiederum die Temperaturtoleranz der Tiere erhöhen können. Dabei scheinen einzelne Bakterien in der Lage zu sein, schädliche Sauerstoffradikale abzubauen und so thermischen Stress abzufedern.
Diese Erkenntnisse eröffnen eine neue Perspektive auf die Zukunft der Korallenriffe: Wenn Mikrobiome zur schnellen Anpassung beitragen, könnten sie ein Schlüssel sein, um Korallen widerstandsfähiger gegen die Folgen des Klimawandels zu machen.
Veranstaltungsort:
Gebäude 25.11, Hörsaal 5A
Vortragende:
Prof. Dr. Nils Detering, HHU
Kurzbeschreibung: Wir geben eine Einführung in Reinforcement Learning auf Graphen mithilfe von Graph-Neuronalen Netzen und zeigen, wie diese Methodik für komplexe Steuerungsprobleme auf Graphen eingesetzt werden kann. Als Anwendungsbeispiel betrachten wir ein mehrperiodiges Finanznetzwerkmodell während einer Finanzkrise. Eine Aufsichtsbehörde versucht, das Finanzsystem möglichst effizient mit Kapital zu versorgen, um Ausbreitungseffekte zu begrenzen.
Veranstaltungsort:
Gebäude. 25.11, HS 5B
Vortragende:
Prof. Dr. Constantin Czekelius
Die überwiegende Mehrheit chemischer Produkte wie Kunststoffe, Farbstoffe oder Pharmazeutika werden gegenwärtig aus Erdöl und Erdgas hergestellt. Darüber hinaus dominierten in der Vergangenheit diese fossilen Ressourcen ebenfalls als Energieträger für industrielle Anwendungen sowie zum Heizen von Gebäuden oder zum Antrieb von Verkehrsmitteln. Die kontinuierliche Freisetzung des Verbrennungsprodukts Kohlendioxid trägt zum großen Teil zum Klimawandel bei, sodass im Allgemeinen eine Verringerung der Emissionen gefordert wird. Da sich gleichzeitig Kohlendioxid aus Verbrennungsgasen vergleichsweise leicht abscheiden lässt, gewinnt die Frage, ob sich CO2 nicht auch als Rohstoffquelle für organische Verbindungen und damit als Ersatz endlicher fossiler Ressourcen einsetzen lässt, aktuell besondere Bedeutung. Im Vortrag sollen die praktischen Herausforderungen solcher Prozesse sowie moderne Lösungen in verschiedenen Zweigen der chemischen Forschung und Industrie dargestellt werden. So können aus diesem Rohstoff bereits jetzt modernde Kunststoffe oder Wirkstoffe hergestellt werden. Wann wird jedoch der heilige Gral entdeckt werden – die künstliche Photosynthese?
Veranstaltungsort:
Gebäude. 25.21, HS 5E
Vortragende:
Dr. Claus Unterberg, Bezirksregierung Düsseldorf
Künstliche Intelligenz entwickelt sich rasant zu einem der wirkungsvollsten Werkzeuge für die Gestaltung schulischer Arbeitsprozesse. Dieser Vortrag zeigt anhand konkreter, sofort umsetzbarer Beispiele, wie KI die tägliche Arbeit von Lehrkräften nachhaltig erleichtert und zugleich neue didaktische Möglichkeiten eröffnet. Im Zentrum stehen effiziente Workflows zur Erstellung vollständig formatierter Arbeitsblätter und Klausuren, bei denen die KI sämtliche Formeln automatisch korrekt in LaTeX darstellt – auch ohne eigene LaTeX-Kenntnisse. Dadurch entstehen professionelle Dokumente in kürzester Zeit und ohne zusätzliche Nachbearbeitung.
Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf KI-gestützten Tutorinnen und Tutoren, etwa über Fobizz, mit denen Schülerinnen und Schüler individuell begleitet werden und neue Themen eigenständig erschließen können. Die KI fungiert dabei als persönlicher Lernbegleiter, der Fragen beantwortet, Denkwege strukturiert und selbstständiges Arbeiten konsequent unterstützt.
Darüber hinaus wird gezeigt, wie Text-to-Image-Modelle inzwischen für naturwissenschaftliche Prinzipskizzen, klare Infografiken und einfache Experimentalzeichnungen genutzt werden können. Diese Werkzeuge ermöglichen eine flexible und moderne Visualisierung von Unterrichtsinhalten ohne grafische Vorkenntnisse.
Abschließend demonstriert der Vortrag, wie komplexe Präsentationen mithilfe von KI nicht nur schneller erstellt, sondern auch inhaltlich präziser strukturiert werden können – von der Folienarchitektur über die Visualisierung bis hin zur Formulierung zentraler Erklärtexte.
Alle vorgestellten Anwendungen sind praxiserprobt und lassen sich unmittelbar im eigenen Unterricht einsetzen, ohne lange Einarbeitungszeiten. Die Teilnehmenden erhalten sowohl ein realistisches Bild der Chancen und Grenzen als auch konkrete Impulse für eine sinnvolle Integration von KI in ihren schulischen Arbeitsalltag.
11:00 - 11:30 Uhr: Pause
11:30 - 12:30 Uhr: Zeitslot 2
Veranstaltungsort:
Gebäude 25.11, Hörsaal 5C
Vortragende:
Prof. Dr. Peter Westhoff, HHU
Die Welt des ausgehenden 21. Jahrhunderts wird mit drei Problemen zu kämpfen haben: (1) die Weltbevölkerung wird sich der 10-Milliarden-Grenze nähern oder sie sogar überschritten haben; (2) unser globales Landwirtschaftssystem verbraucht zu viele Ressourcen und muss nachhaltiger werden; (3) der globale Klimawandel wird die globale Produktion von Nahrungs- und Futtermitteln aus Pflanzen drastisch in Mitleidenschaft ziehen. Die Pflanzenzüchter sind daher gefragt, neue Varietäten von Kulturpflanzen zu züchten, die mit diesen Herausforderungen besser fertig werden als die gegenwärtig angebauten Varietäten. Dafür steht der Pflanzenzüchtung ein methodischer Werkzeugkasten zur Verfügung, in dem sich neben dem Repertoire der "klassischen" Rekombinationszüchtung auch die relativ neuen Methodiken des Gentransfer über die Artgrenzen hinweg und des Genom-Edieren, einer Art Mikrochirurgie am Genom, befinden. Beide Techniken beruhen auf natürlichen, biologischen Prozessen. Sie sind wegen ihrer Schnelligkeit und Präzision die Methoden der Wahl, wenn die zu modifizierende Eigenschaft mechanistisch gut verstanden wird. Im Vortag sollen die biologischen Grundlagen des Gentransfers und der Genom-Edierung vorgestellt und an Beispielen erläutert werden.
Veranstaltungsort:
Gebäude 25.11, Hörsaal 5A
Vortragende:
Prof. Dr. Immanuel Halupczok, HHU
Kurzbeschreibung: Die meisten Terrassen sind mit nur wenigen verschiedenen Steinen gepflastert, so dass ein sich regelmäßig wiederholendes Muster entsteht. Oft könnte man mit den gleichen Steinen auch ein unregelmäßiges Muster machen, aber gibt es auch Steine, mit denen man zwar beliebig große Terrassen pflastern kann, aber *nur* in einem unregelmäßigen Muster? Solche Sätze von Steine existieren tatsächlich; die resultierenden Muster nennt man Penrose-Parkettierungen. Ich werde in dem Vortrag einen Einblick in dieses Thema geben. Insbesondere: Wie kann man sicher sein, dass man mit einem gegebenen Satz von Steinen beliebig große Terrassen pflastern kann, wenn es nur auf unregelmäßige Weise geht? Woher weiß man, dass es auf regelmäßige Weise nicht geht? Und: Gibt es auch eine einzelne Steinform, die diese Eigenschaft hat? (Letzteres wurde erst vor wenigen Jahren herausgefunden.) In der Diskussion nach dem Vortrag wird es die Möglichkeit geben, selbst mit solchen "Steinen" zu experimentieren.
Im Mittelpunkt des Vortrags mit Laborführung stehen Experimente mit einzelnen atomaren Ionen, die als präzise Sensoren oder als fundamentale Bausteine eines Quantencomputers dienen können. Wir zeigen mittels einer Videokamera live unter anderem die Erzeugung und Laserkühlung eines einzelnen Ions in einer Teilchenfalle, die Auswirkung der Kühlung auf die räumliche Verteilung der Atomposition. Es können auch chemische Reaktionen oder Ladungsaustauschprozesse beobachtet werden.
Die Experimente finden an einer Forschungsapparatur statt, an der wir derzeit versuchen, eine zerstörungsfreie Detektion des inneren Zustand eines Molekülions zu erreichen.
Wir glauben, dass ein Verständnis von Quantentechnologien insbesondere für Schülerinnen von großer Bedeutung ist, da diese Technologien künftige Schlüsselkompetenzen prägen. Kenntnisse in diesem Bereich eröffnen Zugang zu interdisziplinären Berufsfeldern, fördern kritisches Denken und bereiten auf technologische Herausforderungen vor, die ihre Generation maßgeblich beeinflussen werden.
Daher möchten wir den Lehrerinnen anbieten, zu überlegen, ob das Gezeigte möglicherweise auch Thema für einen LK-Schulunterricht sein könnte. Wir können besprechen, ob Besuche unseres Labors durch Schülerinnen sinnvoll wären. Grundsätzlich wären wir bereit, entsprechende Führungen zu veranstalten. Schülerinnen könnten hautnah erleben, wie Quantentechnologien funktionieren, und einzelne Techniken selbst ausprobieren. Solche Erfahrungen wecken nicht nur Neugierde und Begeisterung für naturwissenschaftliche Forschung, sondern vermitteln auch einen Eindruck einer möglichen beruflichen Zukunft.
Veranstaltungsort:
Gebäude 25.11, Hörsaal 5B
Vortragende:
Prof. Dr. Stefan Ulmer, HHU
Das Ungleichgewicht zwischen Materie und Antimaterie in unserem Universum gehört zu den größten Rätseln der modernen Physik. Warum existieren wir, wenn beim Urknall eigentlich gleiche Mengen von beiden hätten entstehen müssen? Diese Frage motiviert uns dazu, die grundlegenden Eigenschaften von Materie und ihren „Spiegelbildern“, der Antimaterie, mit höchster Präzision zu vergleichen. In der BASE-Kollaboration am Antiproton Decelerator des CERN führen wir genau diese Vergleiche an Protonen und Antiprotonen durch. Mithilfe ultrakalter Penning-Fallen – elektromagnetischen „Käfigen“ für kleinste Teilchen – ist es uns gelungen, das Ladungs-zu-Masse-Verhältnis von Proton und Antiproton mit einer unglaublichen Genauigkeit von 11 Stellen hinter dem Komma zu vergleichen [1]. Zudem haben wir eine neuartige Spektroskopie-Methode entwickelt, mit der wir das magnetische Moment des Antiprotons so präzise wie nie zuvor messen konnten [2]. Zusammen mit unseren Messungen am Proton [3] konnten wir die Genauigkeit bisheriger Tests der sogenannten CPT-Invarianz (einem fundamentalen Symmetriegesetz der Natur) um mehr als das 3000-fache verbessern. Unsere extrem empfindlichen Detektionssysteme erlauben es uns sogar, über den Tellerrand der Standard-Teilchenphysik hinauszuschauen: Wir konnten erste direkte Grenzen für die Wechselwirkung von Antiprotonen mit Axion-ähnlichen Teilchen (ALPs) setzen – hypothetischen Kandidaten für die mysteriöse Dunkle Materie [4, 5]. Parallel dazu arbeiten wir an der nächsten Generation der Messtechnik. Wir nutzen Methoden der Quantentechnologie, um Antiprotonen effizienter zu kühlen [6] und Spektroskopie-Techniken anzuwenden, die von der Logik von Quantencomputern inspiriert sind [7]. Ein besonders spannendes aktuelles Projekt ist die transportable Antiprotonen-Falle BASE-STEP. Da die Laborumgebung direkt an den Beschleunigern des CERN für Präzisionsexperimente oft zu unruhig ist, wollen wir Antiprotonen in spezialisierte Labore an der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf transportieren. Kürzlich konnten wir den ersten erfolgreichen Transport einer solchen geladenen Falle demonstrieren [8]. In diesem Vortrag gebe ich eine allgemeine Einführung in das Feld, Blicke auf die neuesten Ergebnisse zurück und zeige auf, wie wir die Präzision der magnetischen Messungen zukünftig nochmals um den Faktor 10 steigern wollen [9].
[1] M. J. Borchert et al., Nature 601, 35 (2022).
[2] C. Smorra et al., Nature 550, 371 (2017).
[3] G. Schneider et al., Science 358, 1081 (2017).
[4] C. Smorra et al., Nature 575, 310 (2019).
[5] J. A. Devlin et al., Phys. Rev. Lett. 126, 041321 (2021).
[6] M. A. Bohman et al. Nature 596, 514 (2021).
[7] J. M. Conrejo et al., New J. Phys. 23 073045 (2022).
[8] M. Leonhardt et al., Nature 641, 871 (2026).
[9] B. M. Latacz et al., Nature 644, 64 (2026).
Veranstaltungsort:
Gebäude 25.41, U1.22 (ZIM)
Vortragende:
Dr. Markus Brenneis, HHU
Ob in Universität oder Schule: Wenn eine Person Java lernt, löst sie als Übung kleine Programmieraufgaben. Doch wie kann die Person prüfen, ob sie alles (auch Randfälle) richtig gelöst hat? Wie können Lehrkräfte schnell bei 20 Abgaben prüfen, wer wie viel richtig gemacht hat oder wo es noch Probleme gibt? In diesem Workshop schauen wir uns praktisch automatische Softwaretest für Java mithilfe von AssertJ an. Lernende können damit selbst Ihren Code anhand vorgegebener Testfälle prüfen und Lehrkräfte Codeabgaben schnell(er) bewerten.
12:30 - 13:30 Uhr: Mittagspause
13:30 - 14:30 Uhr: Zeitslot 3
Veranstaltungsort:
Gebäude 25.11, Hörsaal 5C
Vortragende:
Prof. Dr. Johannes Stegmaier, HHU
Moderne Lichtblatt- und Konfokalmikroskope ermöglichen es, dreidimensionale Videos verschiedener Modellorganismen über mehrere Stunden ihres frühen Lebens aufzunehmen. Diese Videos können beispielsweise für eine detaillierte Analyse der Entwicklung von Pflanzenmodellen wie A. thaliana oder Tiermodellen wie der Fruchtfliege, Zebrafischen oder Mausembryonen vom Zeitpunkt der Befruchtung bis zu einem Stadium mit mehreren tausend Zellen nach mehreren Zellteilungsrunden verwendet werden. Die riesige Menge an zeitlich aufgelösten 3D Bilddaten, bei denen einzelne Mikroskopieexperimente routinemäßig mehrere Terabyte an Bilddaten ansammeln, würde Monate oder sogar Jahre manueller Untersuchung erfordern. Daher werden automatisierte Bildanalysealgorithmen benötigt, um quantitative Informationen aus den Bilddaten zu gewinnen. In den letzten Jahren haben Methoden der künstlichen Intelligenz, allen voran Convolutional Neural Networks (CNNs) und Vision Transformers, bemerkenswerte Ergebnisse für verschiedenen Aufgaben der Computer Vision erzielen können. Anwendungsgebiete umfassen hierbei Klassifikation, Objekterkennung, Segmentierung und Objekttracking. Die routinemäßige Anwendung von modernen lernbasierten Methoden zur Analyse groß angelegter Mikroskopieexperimente ist jedoch derzeit aufgrund eines signifikanten Mangels an annotierten Trainingsdaten, Speicherkapazitätsbegrenzungen moderner Grafikprozessoren und der großen Diversität der Bilddaten, die für die Algorithmenentwicklung und Benchmarking in der Computer Vision-Community verwendet werden, begrenzt.
In diesem Vortrag werden verschiedene Einblicke in unsere aktuellen Forschungsschwerpunkte in der biomedizinischen Bildanalyse vorgestellt. Der Fokus liegt dabei auf modernen Methoden des maschinellen Lernens wie der CNN-basierten Instanzsegmentierung und der Datensynthese für überwachte Lernansätze unter Verwendung generativer Modelle.
Veranstaltungsort:
Gebäude 25.11, Hörsaal 5A
Vortragende:
Prof. Dr. Matthias Getzlaff, HHU
Warum klingen in der Musik manche Akkorde angenehm (konsonant), andere dagegen unangenehm (dissonant)? Der gesamte Vortrag widmet sich ausschließlich der Beantwortung dieser auf den ersten Blick sehr einfachen Frage.
Wir werden dabei sehen, dass jedoch viele unterschiedliche Effekte hierfür beleuchtet werden müssen. Dafür starten wir in der Musik. Der weitere Weg führt uns dann in die Physik. Aber er ist hier noch nicht zu Ende, denn dann müssen wir uns auch mit biologischen Aspekten beschäftigen. Erst an dieser Stelle sind wir in der Lage, eine fundierte Antwort zu geben. Um die hiermit verbundenen doch sehr unterschiedlichen Aspekte anschaulich (hier müsste man eigentlich das nichtexistierende Wort „anhörlich“ benutzen) zu besprechen, werden an vielen Stellen Tonbeispiele für ein besseres Verständnis eingesetzt.
So wird am Ende unseres Weges klar, dass jedes dieser drei Schulfächer nur einen Teil zur Antwort beisteuern kann. Gemeinsam geht aber mehr.
Vortragsinhalte:
• Akkorde in der Musik
• Physik der Schwingungen von Saiten
• Frequenzanalyse im Ohr
• Informationsverarbeitung im Gehirn
Prof. Dr. Mathias Getzlaff lehrt und forscht am Institut für Angewandte Physik der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf. Schwerpunkte sind Nanotechnologie und Medizinische Physik. Zu diesen Themen hält er schon seit langem allgemeinverständliche Vorträge, zum Beispiel für Grundschüler über den Lotusblüteneffekt bis hin zu Festvorträgen wie bei der Handwerkskammer.
Veranstaltungsort:
Gebäude 25.11, Hörsaal 5B
Vortragende:
Jun.-Prof. Dr. Markus Suta, HHU
Licht und Farben waren für die Menschheit schon immer ein wichtiger und faszinierender Bestandteil des alltäglichen Lebens. Inzwischen haben Weißlicht-emittierende Dioden (wLED) in Innenraumbeleuchtungen, Autoscheinwerfern die wesentlich energieineffizienteren Glüh- und Halogenlampen weitestgehend verdrängt. Ein anderes Beispiel beinhaltet Displays für Laptops, Smartphones, oder Flatscreen-Fernseher. Daneben existieren inzwischen Verfahren mit Hilfe von Lichtdetektion optisch Temperaturen aus der Ferne auszulesen. Für all diese Anwendungen sind optimierte lumineszierende Materialien erforderlich, die sich mit Hilfe der Prinzipien anorganischer und organischer Chemie herstellen und designen lassen. In diesem Vortrag möchte ich Ihnen diese Prinzipien und Anwendungen etwas näherbringen und zeigen, wo im Alltag wie auch der modernen Forschung anorganische und organische Materialchemie eine entscheidende Rolle spielen.
14:30 - 15:00 Uhr: Pause
15:00 - 16:00 Uhr: Zeitslot 4
Veranstaltungsort:
Gebäude 25.22, U1.34
Vortragende:
Anika Franz, Katharina Wikker, Karsten Burghaus - Bezirksregierung Düsseldorf
Ziel der Fortbildung ist die Integration von Spielen in den Mathematikunterricht zur Einführung, Differenzierung, Wiederholung, Festigung von Unterrichtsinhalten und Erweiterung des Methodenrepertoires.
Wir spielen gemeinsam Spiele und reflektieren diese in Bezug auf den Einsatz und den Nutzen im eigenen Unterricht im Hinblick auf zu vermittelnde Kompetenzen sowie ggf. zur Vorbereitung oder Durchführung von alternativen Prüfungsformaten.
Veranstaltungsort:
Gebäude 25.13, U1.24
Vortragende:
Stefan Schraven, Stefan Grigutsch, Ralph-Erich Hildebrandt - Bezirksregierung Düsseldorf
In den neuen Kernlehrplänen für Mathematik schreibt das MSB die verpflichtende Nutzung eines MMS im Unterricht vor. Doch welchen Mehrwert bringt das MMS im Vergleich zum GTR?
Wir möchten mit ihnen gemeinsam an einigen anwendungsbezogenen Aufgaben die Vorteile eines MMS nutzen, um damit die Begriffsbildung und das Verständnis zentraler Begriffe bei der Einführung der Differential- und Integralrechnung zu unterstützen.
Bringen Sie bitte zur Veranstaltung ein digitales Endgerät mit, auf dem ein MMS (Casio Classpad App, Geogebra Rechner Suite oder TI Nspire CAS) installiert ist.
Veranstaltungsort:
Gebäude 25.22, U1.33
Vortragende:
Andrea Bohlen, Rolf Sobolewski, Bezirksregierung Düsseldorf
Blockly-Games ist ein ansprechendes Angebot, um block- oder textbasiertes Programmieren zu erlernen. Verschiedene Module können für Einstiege oder Übungen verwendet werden. Diese enthalten Aufgaben und Hilfen zur Entwicklung von Sequenzen und zur Verwendung von Kontrollstrukturen sowie Möglichkeiten, Attribute und Attributwerte zu thematisieren. Blockly-Games können auch zur Förderung von Schülerinnen und Schülern auf unterschiedlichem Leistungsstand genutzt werden. In der Veranstaltung können Sie das Angebot nach einer Einführung selbst sichten und ausprobieren, verschiedene Möglichkeiten für den Einsatz im Unterricht entwickeln und bewerten.
Veranstaltungsort:
Gebäude 25.22, U1.72
Vortragende:
Marco Kirschner, Christian Burisch - Bezirksregierung Düsseldorf
Die schriftlichen Abituraufgaben werden einem gemeinsamen Bundesweiten Aufgabenpool (IQB) entnommen, wodurch sich auch das Format der Abituraufgaben verändert hat. Mit der Reform der Oberstufe wird in der Einführungs- und der Qualifikationsphase eine Klausur durch einen gleichwertigen komplexen Leistungsnachweis (GKL) ersetzt. In diesem Fortbildungsmodul wird mithilfe von KI ein Grundgerüst für eine Klausuraufgabe im neuen Format erstellt. Des Weiteren werden einige Ideen für die Umsetzung der gleichwertigen komplexen Leistungsnachweise gezeigt.
Veranstaltungsort:
Geb. 25.22, U1.55
Vortragende:
Stefanie Stripp, Torsten Binder - Bezirksregierung Düsseldorf
Die digitale Messwerterfassung stellt eine einfache und meist zeitsparende Möglichkeit zur Erfassung und Weiterverarbeitung von Daten bei Experimenten dar. Sie ermöglicht zudem die zeitgleiche Aufnahme verschiedener Messgrößen und erleichtert so das Erkennen und das Verständnis von Abhängigkeiten und Zusammenhängen.
Durch hohe Messfrequenzen können Vorgänge beobachtet werden, die manuellen Messungen gar nicht zugänglich sind. Langzeitmessungen, die die Dauer der Unterrichtsstunde überschreiten, werden möglich und erweitern zudem die Datenmenge, die bezüglich unterschiedlichster Parameter auch KI-unterstützt ausgewertet werden kann.
Veranstaltungsort:
Geb. 25.13, U1.22
Vortragende:
Arne Dern, Christoph Luft - Bezirksregierung Düsseldorf
Außerschulische Lernorte bieten Schulen in NRW die Möglichkeit, Lernprozesse in authentischen und handlungsorientierten Settings zu gestalten und Unterrichtsinhalte praxisnah zu vertiefen. Am Beispiel der Gesenkschmiede Hendrichs erleben Schülerinnen und Schüler im Technikunterricht industrielle Produktionsprozesse, Werkstoffbearbeitung und historische wie moderne Maschinentechnik unmittelbar vor Ort. Durch das Lernen an originalen Maschinen und Arbeitsplätzen erweitern sie ihr technisches Verständnis über den Klassenraum hinaus und verbinden Theorie mit praktischer Erfahrung. Ein besonderes Element ist dabei der Maschinenkurs, der den sicheren und verantwortungsvollen Umgang mit Maschinen thematisiert und zentrale Aspekte von Arbeitsschutz und technischer Kompetenz vermittelt.
Veranstaltungsort:
Gebäude 25.22, U1.52
Vortragende:
Andrea Unterbirker, Bezirksregierung Düsseldorf
Andrea Unterbirker ist Lehrerin, Moderatorin von Lehrerfortbildungen und Regionalwettbewerbsleiterin „Jugend forscht“ Köln/Bonn. Sie stellt den Aufbau des Wettbewerbes „Jugend forscht“ auf allen drei Ebenen dar, erläutert die Kriterien der Bewertung und die Chancen für die Teilnehmer*innen. Neben der Darstellung von Beispielprojekten, Themen, Tücken und Tricks findet so jede Ihrer Fragen eine Antwort.
Veranstaltungsort:
Treffpunkt Service-Point, Geb. 26.11, 00.23
Vortragende:
Dr. Christian Wever, HHU
Die Anmeldung für die Führung erfolgt per E-Mail an: Studiendekanmnf(at)hhu.de
Achtung: Treffpunkt bereits um 14.45 Uhr
Kooperationsveranstaltung
Die Lehrer*innenfortbildung ist eine gemeinsame Veranstaltung der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf der Bezirksregierung Düsseldorf und der Industrie- und Handelskammer zu Düsseldorf. Ziel der vom Studierendenservice der HHU organisierten Veranstaltung ist es, Schulen, Hochschulen und Wirtschaft zusammen zu bringen und den Teilnehmer*innen die Möglichkeit zu geben, sich qualifiziert fachlich weiter zu bilden, sich zu vernetzen und neue Impulse mit in den Schulunterricht zu nehmen.